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Usedom Alte Wassermühle jetzt fast wieder komplett
Vorpommern Usedom Alte Wassermühle jetzt fast wieder komplett
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07:50 30.09.2016
Der Lehrhof für ökologischen Landbau, der im Wohnhaus der Bäuerin Elke Pupke in Wangelkow entsteht, macht ebenfalls Fortschritte.

Der hohe Ausleger des Autodrehkrans war gestern morgen schon von weitem in der Lassaner Stadtsilhouette auszumachen – quasi als Zeichen dafür, dass ein besonderes Ereignis kurz bevorsteht. Denn: Die uralte Wassermühle der Stadt, die 1930 auf Motorbetrieb umgestellt wurde, erhielt gestern ihr klassisches Wasserrad zurück. Gegen 8.30 Uhr hievte das am Rande der Mühlenstraße platzierte Hebezeug zunächst den hölzernen Lagerbock an seinen Bestimmungsort. Mühlenbauer Martin Zecher verband die eichene Fachwerkkonstruktion mit dem Mühlenhaus.

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Das neue Wasserrad wurde in Lassan per Kran an seinen Bestimmungsort gehoben und montiert / Auch der Lehrhof für ökologischen Landbau in Wangelkow macht Fortschritte

Anschließend schwebte das Mühlrad mit zwei Meter Durchmesser ein, das in zwei zuvor montierte Lager eingehängt wurde.

Zu den stillen Beobachtern der Aktion, die wie am Schnürchen verlief, gehörte die zuständige Planerin Cornelia Frankenstein. „Dank des hohen Kranauslegers kamen wir gut über den gegenüber der Mühle stehenden Kastanienbaum rüber“, freute sie sich. „Das Gerinne baut der Mühlenbauer im Anschluss ein. Was jetzt noch fehlt, sind die Pumpe und die Zuleitung.“

Wie berichtet, kann mit Hilfe des Mühlrades der einstige Betrieb des technischen Denkmals zu Schauzwecken demonstriert werden. Dazu soll Bachwasser in einen Zulauf, das „Gerinne“, gepumpt und über das Zellenrad geführt werden, das – wie anno dazumal – durch die kinetische Energie des Wassers in Bewegung versetzt wird. Das Museum Lassaner Mühle erhält auf diese Weise eine zusätzliche Attraktion.

Auch Mühlenmodellbauer Manfred Schönrock aus Freest ließ es sich nicht nehmen, gestern bei der Endmontage des Mühlrades live dabei zu sein. „Das ist doch eine super Sache. Noch schöner wäre es, wenn der ursprüngliche Zustand ganz und gar wieder hergestellt werden könnte“, meinte er, wohl wissend, dass der ehemalige Mühlteich einst zugeschüttet wurde, da er für die nun motorbetriebene Mühle nicht mehr gebraucht wurde. Der Neubau des Mühlrades für Lassan ist Bestandteil der Sanierung der Wassermühle, die verschiedene Teile des Gebäudes einschloss und sich nun dem Ende neigt. Für das Gesamtvorhaben sind Kosten von 160000 Euro eingeplant. 129600 Euro kommen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Den Rest tragen die Stadt als Eigentümerin der Mühle und der Verein Interessengemeinschaft Heimatgeschichte Lassan.

Große Fortschritte macht auch das Sanierungsvorhaben in Wangelkow im Lassaner Winkel. Hier entsteht im Wohnhaus von Claudia Pupke auf dem ökologisch-solidarisch wirtschaftenden Hof „Schwarze Schafe“

ein Lehrhof für ökologischen Landbau. Der neu ausgebaute obere Teil des Hauses beherbergt künftig eine für vier bis sechs Auszubildende ausgelegte Lehrstätte, in der die Azubis Erfahrungen rund um die Biolandwirtschaft sammeln sollen. Als Träger fungiert der Verein zur Förderung der solidarischen Lebensgestaltung mit Sitz in Herleshausen.

Die Europäische Union fördert 90 Prozent der Gesamtbaukosten, die 230000 Euro betragen. „Die neuen Fenster in der oberen Etage sind drin, das Dach wurde erneuert und auch ein Balkon wurde angebaut“, berichtet Cornelia Frankenstein. „Aktuell sind die Trockenbauer bei ihrer Arbeit. Am 4. Oktober kommt der Heizungsbauer.“ Als besonders aufwändig hätten sich die Zimmererarbeiten erwiesen, da das hölzerne Tragwerk maroder gewesen sei als die Verantwortlichen gedacht hatten.

Tom Schröter

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