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Alten Kiefern geht es an die Wurzeln

Trassenheide Alten Kiefern geht es an die Wurzeln

Zwischen Trassenheide und Karlshagen wird der Waldbestand verjüngt / 2000 Festmeter Holz gehen in Verkauf

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Revierförster Axel Schiebe ermittelt das Alter dieser Kiefer — 122 Jahre ist das Ergebnis. Fotos (3): Henrik Nitzsche

Trassenheide. Überall riecht es nach frisch geschlagenem Holz. An den Wegen türmen sich die Stapel abgesägter Baumstämme. Zumeist sind es Kiefern, die als Überlebenskünstler gelten, weil sie mit wenig Wasser und wenigen Nährstoffen im Boden zurechtkommen. Förster nennen Kiefernwälder deshalb „arme Standorte“.

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Zwischen Trassenheide und Karlshagen wird der Waldbestand verjüngt / 2000 Festmeter Holz gehen in Verkauf

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700 Hektar Privatwald

2000 Festmeter Holz wurden im ersten Quartal im Inselnorden erwirtschaftet.

650 Hektar landeseigenen Wald bewirtschaftet Förster Axel Schiebe im Revier „Trassenmoor“. Dazu kommen im Revier noch rund 700 Hektar Privatwald, 80 Hektar Kommunalwald und gut 1000 Hektar der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Zwischen Trassenheide und Karlshagen haben eben auf diesen armen Böden die Waldarbeiter im ersten Quartal 2016 mächtig Hand angelegt. „Wir haben die Vorgabe für dieses Jahr bereits erfüllt. Rund 2000 Festmeter Holz liegen nun bereit zur Verarbeitung und Abholung durch die Käufer — allein 850 Festmeter auf dem Holzlagerplatz an der L 264 in Trassenheide“, sagt Axel Schiebe, Leiter des Forstreviers Trassenmoor. Der 56-jährige Trassenheider kennt im Wald im Inselnorden jeden Winkel — seit 33 Jahren ist er im Revier tätig.

„Das Holz stammt vorrangig aus der Durchforstung des 17 Hektar großen Bereiches zwischen dem Karlshagener Ehrenmal bis Trassenheide südlich der Bahnstrecke“, sagt Schiebe, der über rund 2000 Hektar Waldfläche wacht. 650 davon ist landeseigener Wald — den bewirtschaftet Schiebe. Bei ihm heißt das: „Hegen, Pflegen und Verjüngen“.

Gerade die Verjüngung von Beständen — hauptsächlich der Kiefer — zählt zu den Schwerpunkten seiner gegenwärtigen Arbeit. Das betrifft mehrere Hektar große Flächen. Wie beispielsweise hinter dem großen Holzlagerplatz an der Hauptstraße in Trassenheide. Auf einer Fläche von knapp 1,9 Hektar wurde kräftig durchforstet — viele Bäume sind gefallen. Im nächsten Jahr, so kündigt der Revierförster an, sollen hier rund 20000 Kiefernpflanzen in den Boden — etwa zehn Zentimeter groß. Während in diesem Waldabschnitt bei der Verjüngung nachgeholfen wird, überlässt man dies auf der Fläche nördlich der Bahnschienen in Höhe der Trassenheider Kindertagesstätte der Natur. „Schirmhieb“ nennt das der Experte. Dabei wird das Kronendach eines Bestandes durch Entnahme einzelner Bäume aufgelichtet. „Mehr Licht soll dafür sorgen, dass die Zapfen aufplatzen und der Samen auf der Fläche verteilt wird. Drei Jahre schauen wir uns das an. Passiert nichts, verjüngen wir mit Neupflanzung“, sagt Schiebe, der sich gegen Kritiker von Abholzungen wehrt. Von 2014 bis 2024 sollen laut Arbeitsplan etwa 55 Hektar im landeseigenen Wald verjüngt werden. „Das sind etwa zehn Prozent unseres Bestandes.“

Dass er es ab und an mit Gegnern von Baumfällungen zu tun hat, merkt Schiebe an jüngsten Aktionen. Laut dem Revierförster wurde die eine oder andere Markierung an einem Baum wieder herausgeritzt.

„Und das fein säuberlich. Ertappt habe ich noch keinen. Und wenn, dann würde ich ihm meine Arbeitsstunden in Rechnung stellen“, sagt der Forstmann verärgert.

Dass es derzeit im Wald an den Wegen „etwas rumpelig“ aussieht, ist den jüngsten Arbeiten geschuldet. Nachdem die Selbstwerber — Aufarbeitung von Brennholz durch Private — durch sind, sollen die Flächen auch beräumt werden. „Außerdem darf man nicht vergessen, dass wir uns hier in einem Wald und nicht in einem Park bewegen“, sagt Schiebe.

Rainer Adam, Vorsitzender der Regionalgruppe Usedom mit Festlandlandgürtel des BUND, beobachtet die laufenden Arbeiten. Die Förster helfen uns, das Gleichgewicht im Wald zu erhalten. Ich vertraue ihnen, dass sie es auch mit Augenmaß machen.“

Von Henrik Nitzsche

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