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Altes Gorki-Gymnasium wird zur Baustelle

Heringsdorf Altes Gorki-Gymnasium wird zur Baustelle

Am Montag beginnen die Arbeiten für die neue Heringsdorfer Grundschule. Ausschüsse winken B-Plan „Schulcampus“ durch.

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Gestern wurde die Baustelle eingerichtet: Ab Montag soll mit der Sanierung des ehemaligen Gorki-Gymnasiums begonnen werden.

Quelle: hni

Heringsdorf. Auf dem Gelände des ehemaligen Gorki-Gymnasiums haben die Bauleute jetzt das Sagen. Gestern begannen Mitarbeiter der Firma Karl Maack & Söhne aus Altefähr, die Baustelle einzurichten. „Am Montag wollen wir mit der Trockenlegung der Fassade loslegen“, kündigte gestern Bauleiter Wolfgang Meyer an.

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Gestern wurde die Baustelle eingerichtet: Ab Montag soll mit der Sanierung des ehemaligen Gorki-Gymnasiums begonnen werden.

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Damit wird er vor allem der Leiterin der Heringsdorfer Grundschule, Grit Vehreschild, aus dem Herzen gesprochen haben. Bei der Sozialausschusssitzung am Mittwochabend nach ihrem Wunsch für das laufende Schuljahr befragt, meinte sie: „Ich hoffe, dass es das letzte Schuljahr unter den aktuellen Bedingungen ist.“ Mit den räumlichen Möglichkeiten stoße die Grundschule nämlich an ihre Grenzen.

Gegenwärtig werden 273 Schüler in 13 Klassen unterrichtet — sechs Klassen in Heringsdorf, sieben in der Außenstelle Bansin. „69 Kinder wurden in diesem Jahr eingeschult, 2014 rechnen wir mit 80. In Zukunft können wir dreizügige Klassen planen“, kündigte Grit Vehreschild am Mittwochabend in Ahlbeck an.

Deshalb habe es auch in der Heringsdorfer Verwaltung bei der Sanierung der Gorki-Schule zur Grundschule ein Umdenken (die OZ berichtete) gegeben. Das bestehende Gebäude im Gothener Landweg reiche für die Grundschüler aus. „Unsere Idee ist aber, dort auch die Hortkinder zu integrieren“, sagte Bauamtsleiter Andreas Hartwig. Deshalb sei nun ein Anbau geplant. Rund 800 000 Euro zusätzlich sind dafür notwendig. Damit würden die Baukosten für die Sanierung zur Grundschule rund 5 Millionen Euro betragen. „Wir wollen 200 Hortplätze zur Verfügung stellen“, begründete Hartwig den Anbau, für den die Gemeinde einen Fördermittelantrag gestellt habe.

Hartwig betonte, dass der Grundschulbau und der seit Monaten diskutierte Schulcampus an gleicher Stelle „zwei Baustellen“ sind. Dem Aktionsbündnis Schulcampus Heringsdorf, mit Harald Linde und Gunnar Runne an der Spitze, geht es um die Prüfung einer solchen Möglichkeit. Deshalb macht in den Ausschüssen der Gemeinde nun der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 53 „Schulcampus in Heringsdorf“ die Runde. Am Dienstag hatte der Tourismusausschuss mehrheitlich dafür gestimmt, am Mittwoch legte der Sozialausschuss mehrheitlich nach. „Mit dem Aufstellungsbeschluss wollen wir die grundsätzliche Machbarkeit einer Bebauung der ehemaligen Tennisplatzflächen im Wald hinter dem alten Gymnasium prüfen lassen“, sagte Hartwig. Der Campus sieht neben Grundschule und Hort auch die Ansiedlung der Europäischen Gesamtschule mit entsprechenden Sportanlagen vor. „Von den Behörden erwarten wir umweltrelevante Aussagen zu dem Projekt. Besonders gespannt sind wir auf die Meinung von der Forstbehörde“, sagte der Bauamtsleiter. Hartwig meinte in Richtung Aktionsbündnis, dass „weder das Rathaus noch das Wirtschaftsministerium als Fördermittelgeldgeber die Absicht haben, das Vorhaben zu boykottieren.“

Linde hätte sich für den Schulcampus „einen Impuls“ aus der Europäischen Gesamtschule gewünscht. „Etwa von der Schulkonferenz“, so der Heringsdorfer. Schulleiter Jürgen Räsch kündigte für Ende Oktober ein Treffen dieses Gremiums an. „Da werden wir auch über das Thema sprechen.“

 

 

Henrik Nitzsche

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