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Amtsgericht spricht Wolgaster Makler-Duo frei

Greifswald/Wolgast Amtsgericht spricht Wolgaster Makler-Duo frei

. Mit einem Freispruch ist am gestrigen fünften Verhandlungstag vor dem Greifswalder Amtsgericht das Verfahren gegen zwei Immobilienmakler aus Wolgast zu Ende gegangen.

Greifswald/Wolgast. . Mit einem Freispruch ist am gestrigen fünften Verhandlungstag vor dem Greifswalder Amtsgericht das Verfahren gegen zwei Immobilienmakler aus Wolgast zu Ende gegangen. „Wir haben zwar starke Indizien und eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Angeklagten Unterschriften gefälscht haben könnten, aber Wahrscheinlichkeiten reichen für eine Verurteilung nicht aus“, erklärte Richter Konstantin Tränkmann. Voraussetzung für einen Schuldspruch sei es, dass keine vernünftigen Zweifel an der Schuld des oder der Angeklagten bestehen. Im konkreten Fall hätten Zweifel nicht ausgeräumt werden können.

Staatsanwalt Christian Müller hatte dem Makler-Duo vorgeworfen, es auf das Vermögen eines an Krebs erkrankten, 2011 verstorbenen Wolgasters, Jahrgang 1954, abgesehen zu haben. Im Prozessverlauf konnte nicht vorbehaltlos geklärt werden, ob die Angeklagten die Unterschrift des todkranken Mannes auf verschiedenen Vollmachten, einem Darlehensvertrag, einer Abtretungserklärung und auf einem Autokaufvertrag fälschten.

Zwar, so resümierte der Richter, habe eine Schriftsachverständige des Landeskriminalamtes gesagt, die sechs strittigen Unterschriften stammten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht vom mutmaßlichen Betrugsopfer. „Aber der Umstand, dass der Geschädigte schwer erkrankt und starken Medikamenten unterworfen war, ließ Fragen offen“, so Tränkmann.

Es habe sich nicht ausschließen lassen, dass sich das Schriftbild eines Menschen unter derartigen Begleiterscheinungen wie im vorliegenden Fall verändert. Dabei stützte sich Tränkmann auf Aussagen von Prof. Britta Bockholdt von der Rechtsmedizin Greifswald, wonach der Krankheitsverlauf die Unterschrift in vorliegender Weise beeinträchtigt haben könnte.

Indem die Urkundenfälschung nicht zu beweisen war – auch eine mögliche Rückdatierung von Schriftstücken konnte trotz Überprüfung der Computer des Angeklagten und des Geschädigten nicht eindeutig belegt werden – waren auch die gleichsam in der Anklageschrift aufgeführten Vorwürfe der Untreue und des Betrugs nicht haltbar. Den Vorwurf der Unterschlagung von Erbschaftsgegenständen wies Tränkmann als unbegründet zurück. Die Angeklagten hatten sich mit den Erben und einer Versicherungsgesellschaft außergerichtlich geeinigt und 218000 bzw. 64000 Euro an diese gezahlt. Der Staatsanwalt hatte dies nicht als Strafmilderungsgrund gewertet und stattdessen eine Freiheitsstrafe von jeweils anderthalb Jahren auf Bewährung beantragt. ts

OZ

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