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Usedom Amtsschimmel wiehert kräftig in Morgenitz
Vorpommern Usedom Amtsschimmel wiehert kräftig in Morgenitz
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00:02 06.03.2018
Morgenitz

Ach, was hat sich der Amtsschimmel da einfallen lassen! Die Morgenitzer haben nicht schlecht gestaunt, als ihnen am Freitag von der Post eine Nachricht ins Haus geflattert ist. Danach soll sich ab 1. April ihre Postanschrift ändern, weil sich „durch die Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft und Neubildung der Gemeinde Mellenthin die Angabe des Bestimmungsortes und der Postleitzahl ändert“. Weiter heißt es in der Postwurfsendung: „Damit wir auch künftig die schnelle und zuverlässige Zustellung Ihrer Briefe und Pakete sicherstellen können, bitten wir um Ihre Unterstützung. Tragen Sie dazu bei, dass künftig ausschießlich Ihre neue Anschrift genutzt wird.“

Unterschrieben hat, auf freundliche Grüße verzichtend, „die Deutsche Post“. Soweit so gut. Oder nein, so schlecht, denn die Morgenitzer haben zum 1. Januar 2018 ja gerade erst ihre Anschrift im Personalausweis, auf Visitenkarten, auf allen Dokumenten und Zulassungen ändern müssen. Zum Teil sogar kostenpflichtig. Den Grund dafür hat unter anderem ebenfalls die Post geliefert, die mit den vielen Dorfstraßen der zusammengeschlossenen Ortsteile Morgenitz, Dewichow und Mellenthin nicht klargekommen ist. Daraufhin hat die Gemeindevertretung Namensänderungen für Straßen beschlossen, die nun seit wenigen Wochen Rechtskraft haben. Und nun das!

„Ein Aprilscherz? Das kann doch nicht wahr sein!“, empört sich Jana Jahnke am OZ-Telefon. Die Familie Jahnke hat bis Dezember in der Dorfstraße 31 b in 17406 Morgenitz gewohnt, nach der Änderung ihres Straßennamens seit 1. Januar in 17406 Morgenitz, Dewichower Straße 8. Ab 1. April muss es nach der jüngsten Verlautbarung nun so heißen: Familie Jahnke, Morgenitz, Dewichower Straße 8, 17429 Mellenthin. Wobei auf die Angabe des Ortsteiles nach Angabe der Post auch verzichtet werden kann. Weil Jana Jahnke als selbstständig arbeitende Tagesmutter im Ort auch eine Betriebsanschrift hat, wird auch hier eine Änderung notwendig. „Ich habe sofort zum Hörer gegriffen und eine Erklärung von der Post verlangt“, sagt die Morgenitzerin. Dort habe man ihr erklärt, dass dies eine behördliche Anordnung sei und die Post damit nichts zu tun habe. Wieder die Ämter abklappern? Auf jeden Fall einen neuen Zettel an den Briefkasten kleben. Anschrift alt, Anschrift neu, Anschrift ganz neu.

René Bergmann, Verwaltungschef des Südamtes, meint dazu: „Wir haben wegen des Zeitpunkts bei der Post interveniert, doch es führte kein Weg rein.“

Ingrid Nadler

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