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Wolgast Angebote für ältere Generation im Fokus

In Wolgast macht sich eine Arbeitsgruppe Gedanken, wie die Lebensqualität betagter Mitbürger zu verbessern ist

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Wir möchten die Lebensquali- tät älterer Men- schen verbessern.“Prof. Dr. Rainer Neubart, Leiter des altersmedizini- schen Zentrums im Kreiskrankenhaus Wolgast

Wolgast. Den Namen „WAGUM“ trägt eine Arbeitsgruppe, die sich als Interessenvertretung für die ältere Generation in der Stadt Wolgast versteht. „WAGUM“ steht für „Wolgast altert gesund und munter“ und verfolgt das Ziel, sich kommunal auf die bereits begonnenen demografischen Veränderungen einzustellen. „Als Medizinisches Zentrum sehen wir uns als Lobby für die ältere Generation, insbesondere für ältere Menschen mit Gesundheitsproblemen“, erklärt Prof. Dr. Rainer Neubart, Leiter der Geriatrischen Abteilung im Wolgaster Kreiskrankenhaus. „Das Ziel besteht darin, durch geeignete Maßnahmen in der Kommune die Lebensqualität älterer Bürger zu verbessern“, verdeutlicht der Mediziner, der als stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe WAGUM fungiert.

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In Wolgast macht sich eine Arbeitsgruppe Gedanken, wie die Lebensqualität betagter Mitbürger zu verbessern ist

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In dieser Woche trat das Gremium erneut zusammen, um die Umsetzung bereits konkreter Ideen zu besprechen. Wie der Vorsitzende, Bürgermeister Stefan Weigler (parteilos), sagt, gehe es im Kern darum, älteren und insbesondere kranken Mitbürgern möglichst lange eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen. „In anderen Städten gibt es zum Beispiel Altenselbsthilfegruppen“, so Weigler. „Dort sind Leute organisiert, die sich gegenseitig etwa beim Einkaufen, Wäschewaschen oder bei handwerklichen Tätigkeiten helfen.“ Hilfsbereite Personen, die schon Rentner, körperlich aber noch fit sind und eine Aufgabe für sich suchen, engagierten sich in solchen Gruppen.

Auch an auf Ältere zugeschnittene kulturelle Angebote ist gedacht, wobei die Wolgaster Stadtbibliothek als ein Partner agiert. Spezielle literarisch-musikalische Programme und Literaturangebote für die Generation Plus oder zu den Themen Aktivieren, Begegnen und Motivieren könnten hilfreich sein. Hinzu kommen Kurse für „Pflege in Familien“ und Fachvorträge im Rahmen einer „Senioren-Urania“ zu Themen, wie „Fit mit 90“, „Silver-Surfer – Digitales Leben mit 60“ und „Moderne Stadtplanung“. Weigler räumt ein, dass in Bezug auf eine altengerechte Stadtplanung in Wolgast Defizite bestehen. Gerade in der Altstadt erweist sich das Straßen- und Gehwegenetz für ältere und körperlich gehandikapte Männer und Frauen stellenweise als nur schwer passierbar. Barrierefreie Straßenübergänge, abgesenkte Bordsteine an Kreuzungen und optimierte Ampelphasen etwa am Platz der Jugend und an der Chausseestraße/Ecke Robert-Koch- Straße könnten hier Abhilfe schaffen. „Auch in Sachen Beschilderung könnten wir für eine bessere Orientierung sorgen und Sitzbänke möglichst an geeigneten Stellen platzieren“, so der Bürgermeister. „Wir haben allein in Wolgast-Nord über 80 öffentliche Bänke. Nur manche stehen möglicherweise an der falschen Stelle. Wir müssen also fragen: Wo sind eigentlich die Laufwege der Senioren?“

Am 30. September will die WAGUM-Arbeitsgruppe zum nächsten Mal zusammenkommen. Ein konzeptioneller Handlungsleitfaden soll formuliert und konkrete Projekte praktisch umgesetzt werden. Weigler kann sich auch die Erstellung eines speziellen Stadtplanes vorstellen, auf dem unter anderem seniorengerechte Wegerouten, Plätze zum Ausruhen und öffentliche Toiletten vermerkt sind.

Tom Schröter

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