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2018 wird die Kurkarte elektronisch

Bansin 2018 wird die Kurkarte elektronisch

Gestern war der erste von drei OZ-Strandtreffs in den Kaiserbädern: Mit Thomas Heilmann am Bansiner Strand

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Dicht umringt waren Kurdirektor und Marketingmitarbeiterin bei der achten OZ-Strandsprechstunde in Bansin.

Bansin. Antonia (7) aus Roth bei Nürnberg ist gestern extra zum OZ-Strandtreff mit Kurdirektor Thomas Heilmann gekommen, um ihm zu sagen, was das Schönste an ihren Ferien in Bansin war: „Das Taschenlampenkonzert mit Rumpelstil und das Puppenspiel mit dem Kasper aus dem Orient“, sagt die Siebenjährige.

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Gestern war der erste von drei OZ-Strandtreffs in den Kaiserbädern: Mit Thomas Heilmann am Bansiner Strand

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Das war aber dann auch schon so ziemlich alles, was sich Thomas Heilmann an Löblichem anhören durfte. Gäste wie Einheimische sparten nicht mit kritischen Hinweisen. Genauer betrachtet, drückten diese allerdings auch eine tiefe Verbundenheit mit ihrem Zuhause auf Zeit oder mit ihrem Wohnort aus. Wie bei Frank Richter. Der Bansiner sprach unter anderem über störenden Lärm. Er hatte unter anderem beobachtet, dass sich zwei Konzerte an der Konzertmuschel und im benachbarten Hotel „Kaiserstrand“ gegenseitig beeinträchtigt hatten, woraufhin Heilmann künftig eine bessere Absprache versprach.

Edith Braun aus Lüderitz sowie Ingrid Nötzel und Marianne Packmohr aus den Kaiserbädern ärgern sich über die Unvernunft mancher Radfahrer, die zum Beispiel sie betreffende Hinweise auf der Promenade zum Absteigen ignorieren. „Ich habe neulich gesehen, wie ein Kind abstieg, seine Mutter aber mit dem lautstarken Hinweis, es sei ja gerade kein Konzert, trotz des Verbotsschildes auf dem Rad blieb“, sagte die Urlauberin, die der Gemeinde rät, das Absteigen zu erzwingen. Ebenso wie Marianne Packmohr, regt sie dazu den Bau von Drängelgittern an.

Außerdem finden die drei Frauen, dass die Gemeinde am Strand und im Ort erhebliche Reserven hat, um Barrierefreiheit zu schaffen. „Es fehlen Rampen, abgesenkte Bürgersteige und Plattenwege, die bis an die Ostsee reichen“, so die Lüderitzerin. Heilmann kündigte an, dass der Tourismus- und Ordnungsausschuss dies ohnehin demnächst bei einer Rollstuhlfahrt durch die Gemeinde prüfen werde: „Die Rollstühle wurden schon gebucht.“

Marianne Packmohr und Ingrid Nötzel gaben Heilmann außerdem etliche Anregungen zur Parkplatzbewirtschaftung und - pflege sowie einen Hinweis auf illegale Tierfütterung am Schloonsee, die der Kurdirektor versprach, im Rathaus anzusprechen. In der Dienstberatung will er ferner thematisieren, dass der Parkautomat versteckt aufgestellt wurde und die früheren Dünenabgrenzungen mit Drähten erneuert werden müssten. „Die alten losen Drähte liegen im Sand versteckt, so dass man sich daran verletzten könnte“, sagt Ingrid Nötzel.

Elisabeth und Klaus Kihm aus Saarbrücken kommen seit 21 Jahren nach Heringsdorf. Seit neuestem fühlen sie sich durch Hunde am Strand belästigt. „Auf dem Weg zu unserem Lieblingsstrand müssen wir am Hundestrand vorbei. Da stinkt es. Und wenn wir dann angekommen sind, haben wir wieder Hunde um uns herum“, sagen sie.

Ralf Schmidt, der schon als Kind in Bansin Urlaub machte und seit fünf Jahren hier lebt, ärgert sich über die jüngsten Neubauten. „Und das geht ja nun wohl in der einst so schönen Bergstraße weiter“, sagte er mit Hinweis auf die geplanten Neubauten an den Plätzen der früheren Häuser „Aegir“ und „Orlopp“. „Leider ist das heutiges Baurecht. Jeder darf bauen, wie der Nachbar“, so der Kurdirektor:

„Ich bin da ganz Ihrer Meinung, denn Betten hat Bansin wahrlich schon genug. Der Verdrängungswettbewerb führt schon heute dazu, dass die Billigangebote der Hotels kleinen Vermietern die Gäste wegnehmen.“

Dann will Ralf Schmidt noch wissen, warum die Busse des ÖPNV nicht schon mit Elektromotoren fahren und die Mitfahrt nicht an die Kurkarte gekoppelt ist. Heilmann: „An letzterem arbeiten wir. Bis 2018 wollen wir die elektronische Kurkarte einführen. Im September treffen wir uns mit dem Geschäftsführer der Usedomer Bäderbahn, um zu beraten, wie eine Kopplung erreicht werden kann.“ Thomas Heilmann verspricht sich davon nicht zuletzt mehr Ehrlichkeit bei der Zahlung der Kurtaxe, die dann schon vor Reiseantritt entrichtet werden kann. Dann will Antonias Mutter noch wissen, wo es in Bansin Internet-Hotspots gibt und ist ganz überrascht über die Hinweise zu verschiedenen Plätzen. Ihre Anregung, diese in einer Übersichtskarte auszuweisen, nimmt Britta Bonow dankend auf.

Serie OZ-Strandtreff – immer dienstags 13 Uhr

Die OZ-Kurdirektoren-Sprechstunden gehen auf die Zielgerade zu. Bislang war die OZ wöchentlich von Karlshagen bis Bansin unterwegs. In den kommenden zwei Wochen sind wir in

Heringsdorf und Ahlbeck mit Kurdirektor Thomas Heilmann vor Ort.

Angekündigt durch die OZ und den Strandfunk, stellten sich die Kur-Chefs rund eine Stunde den Fragen der Gäste und nehmen deren Anregungen entgegen. Es geht um den Tourismus betreffenden Fragen.

Nächster Termin:

30. August, 13 Uhr in Heringsdorf, am Strandaufgang an der Videowand

Angelika Gutsche

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