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40 000 Straßenbäume werden begutachtet

Usedom 40 000 Straßenbäume werden begutachtet

Usedom beugt sich kommunalem Haftpflichtversicherer / Auf die Stadt kommen enorme Kosten zu

Usedom. Auf die Stadt Usedom kommen Kosten zu, mit denen in dieser Größenordnung bisher niemand gerechnet hat. Der kommunale Haftpflichtversicherer fordert, dass alle Bäume, die an öffentlichen Straßen und Plätzen stehen, in einem ersten Schritt erfasst, bestimmt und mit einer Plakette versehen werden. Das sind nach einem erstem Überschlag des Försters Dirk Nass 40 000 (!) Stück, wobei der Großteil der Bäume an der Bundesstraße 110 steht. Hier müssen alle Kiefern, Linden, Buchen, die bis zu 30 Meter von der Fahrbahn entfernt stehen, wie oben beschrieben, behandelt werden.

Desweiteren die Straßenbäume in den 13 Ortsteilen und natürlich alle auf Friedhöfen und Plätzen. Diese immense Arbeit wird Jahre in Anspruch nehmen und jedes Jahr etwa 60 000 Euro kosten, hat das Amt errechnet. Und damit nicht genug: Wenn das geschafft ist, müssen die Bäume zweimal jährlich, nämlich in belaubtem und unbelaubtem Zustand, kontrolliert werden. Alles in allem eine Arbeit, die von einem Ein-Mann-Unternehmen, wie dem Stadtförster, allein nicht zu bewältigen ist.

Darüber hat Bürgermeister Jochen Storrer nach einer Rücksprache mit dem Kommunalen Haftpflichtversicherer informiert und wegen der großen Verantwortung entschlossen geklungen: „Uns bleibt nichts anderes übrig, als den Forderungen des Versicherers nachzukommen. Ich will jedenfalls nicht schuld daran sein, wenn wieder etwas passiert. Man fragt sich allerdings, ob sich der Wald so überhaupt noch rechnet.“ Die Stadt nennt 800 Hektar ihr eigen.

Auf OZ-Nachfrage zeigt Dirk Nass eine Möglichkeit auf, die Kosten doch noch zu reduzieren. „Man könnte den Wald abschnittsweise 20 bis 25 Meter zurücksetzen und den Streifen mit Büschen wie zum Beispiel Ginster bepflanzen. Das sieht erstmal nicht sehr schön aus, aber in ein paar Jahren umso besser. Und das geschlagene Holz würde der Stadt beim Verkauf obendrein noch Geld bringen.“

Wie dringend in jedem Fall gehandelt werden muss, zeigt ein Unfall, bei dem auf der Bundesstraße 110 zwei Männer zu Tode gekommen sind, weil ein Baum auf ihr Fahrzeug gestürzt war. Ingrid Nadler

OZ

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