Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regen

Navigation:
750 Besucher kamen zum Vertriebenen-Treffen in Anklam

Anklam 750 Besucher kamen zum Vertriebenen-Treffen in Anklam

Am Sonnabend richtete der Bund der Vertriebenen (BdV) in Vorpommern im Volkshaus Anklam ein historisches Fest aus: 25 Jahre Heimattreffen der Ostpreußen in Anklam.

Voriger Artikel
Uraltes Pflaster auf Schlossinsel entdeckt
Nächster Artikel
Siebenjähriger Krieg aus lokaler Sicht

Musikalische Grüße überbrachte im Anklamer Volkshaus der Kant-Chor aus Gumbinnen.

Quelle: Günter Manthei

Anklam. Am Sonnabend richtete der Bund der Vertriebenen (BdV) in Vorpommern im Volkshaus Anklam ein historisches Fest aus: 25 Jahre Heimattreffen der Ostpreußen in Anklam.

Vor langjährigen Weggefährten, wie Altbürgermeister Wolfgang Stifft, den Ex-Landräten Dr. Hans-Joachim Behrens und Herbert Kautz, Ex-Bürgervorsteher Klaus-Dieter Lehrkamp und Dieter Markhoff (MdL), erinnerte Manfred Schukat pointenreich an diese Wegstrecke, die 1991 in Anklam begann. Bis heute holt der BdV nach, was in Westdeutschlands bereits 1950 begann.

Heimattreffen fanden in Anklam zuerst im Theater statt, einige Jahre in der Aula der Käthe-Kollwitz- Schule und danach im Restaurant Peenegrund. Das Volkshaus wurde ab März 2000 genutzt. Insgesamt fanden bis heute etwa 200 Heimattreffen statt. Die Einweihung des ersten Denkmals in Mecklenburg-Vorpommern für Flüchtlinge und Heimatvertriebene am Anklamer Steintor erfolgte am 24. September 1995.

Busreisen begannen im Sommer 1992 — nach Masuren. Bis heute wurden in die alte Heimat über 250 Busreisen mit 25000 Mitreisenden organisiert.

Richtschnur des Handelns ist nach wie vor das Bundesvertriebenengesetz von 1953, insbesondere der Paragraf 96 mit den Schwerpunkten Pflege des Kulturgutes der Vertriebenengebiete und Brückenschlag nach Osten mit Begegnung, Verständigung und die vorweihnachtlichen „Hilfstransporte der Liebe“. Schon der Schriftsteller J. P. Hebel sagte: „Denn Frieden ernährt, aber Unfrieden verzehrt.“

„Es muss noch so vieles von der Seele geschrieben werden“, stellte der in Königsberg geborene Pfarrer i. R. Klaus Plorin im geistlichen Wort fest. Er überlebte mit seinen Eltern den „Feuersturm der schlimmsten Bombennacht Königsbergs Ende August 1944“. Zum Jubiläum in der Peenestadt erschienen 750 Gäste, darunter auch Personen aus Hamburg, Bielefeld, Neustadt, Heide und Leipzig. Es folgte ein bewegender Auftritt: Die Leiterin der Diakoniestation Sandora in Klaipeda (früher: Memel), Magdalena Piklaps, hatte es endlich geschafft, sich in Anklam persönlich für die seit 20 Jahren gesammelten und gebrachten Weihnachtspakete zu bedanken. Für Kinder im Memelland sind deutsche Weihnachtspakete oft das einzige Geschenk zu Weihnachten!

Das kulturelle Nachmittagsmenü erntete allgemeines Lob. Dafür sorgten der Kant-Chor Gumbinnen, das Volksensemble Saga Bartenstein, der Chor Warmia Heilsberg und der Heimatsänger Bernstein.

güma

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Anklam
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.