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Usedom Anklam: Auladecke gibt verborgenen Schatz frei
Vorpommern Usedom Anklam: Auladecke gibt verborgenen Schatz frei
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00:00 02.04.2014
Die Ornamente an der Auladecke sind jetzt wieder frei. Quelle: gm

Es war für „die höhere Lehranstalt“ der Stadt Anklam eine Sensation, als 2010 eine Restaurateurin aus Neustrelitz die ausdrucksstarken Ornamente von 1906 entdeckte.

Leider wurden diese Schönheiten im Jahre 1953 einheitlich mit Farbe überstrichen, nach dem Grund fragt man vergeblich. Es hält sich jedoch hartnäckig das Gerücht, dass dieses kulturhistorische Denkmal der Stadt Anklam aus ideologischen Gründen sowie wegen steten Geld- und Materialmangels verkannt wurde — vieles spricht dafür.

Und so ist es kein Wunder, dass im Rahmen des zweiten Bauabschnittes der Sanierung des Gymnasiums ein reizvolles Ziel auftauchte: Sanierung des „verborgenen Schatzes“.

Insgesamt dauerte die aufwendige Arbeit sieben Monate, wobei auch die Wände, Türen und seitliche Holztäfelung vortrefflich farblich abgestimmt wurden. Investiert wurden in die Baumaßnahme rund 170

000 Euro. 81 000 Euro gab das Land dazu.

Die jüngste Feierstunde moderierte Friederike Baumgärtner, Schülerin der 12. Klasse. Der zweifache historische Anlass war es wohl, der Schüler zu selbst verfassten Beiträgen animierte. Die Vorträge von Theresa Meyer (11.Klasse), das Gedicht „750 Jahre Anklam“, Anna Müller (10.): „Höhensicht — eine Ich-Erzählung“, das Gedicht „Auladecke“ von Theresa Fontane, vorgetragen von Sabrina Radicke (11.), die Vorträge von Norman Koch (11.) „Die Aula verliert ihre Masken“ und „Paula und die Decke“ oder von Jessica von Fournier (11.) „Sonett — Auladecke“ belebten das Programm.

Schulrat Uwe-Ulrich Schulz, Vertreter des Landkreises Vorpommern-Greifswald, überbrachte Grußworte von der Landrätin. Hier, in dieser Bildungseinrichtung, die bis 1991 noch „Erweiterte Oberschule Geschwister Scholl“ hieß, legte er 1970 das Abitur ab. Die Schüler jener Zeit hatten die ursprüngliche Schönheit mit reichem figürlichem Schmuck unter der schmucklosen Farbe nicht ahnen können.

Diese Auladecke schaut herab auf gute und dramatische Ereignisse: schriftliche Prüfungen, Zeugnisübergaben, die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft oder Lazarett.

Jeder der Gäste, ob Bürgermeister Michael Galander (IfA), der ein Exemplar der „Festschrift“ 750 Jahre Anklam“ dem neuen Schulleiter Mathias Ruta überreichte, oder ehemalige Pennäler, bewunderten den neuen, attraktiven Schulsaal im Gymnasium. Günter Manthei



OZ

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