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Wusterhusen Anlagenbauer investiert Millionen

HAB Wusterhusen beteiligt sich am Rückbau von Atomkraftanlagen/ Belegschaft wird verdoppelt

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Sebastian Göritz arbeitet bei HAB als CNC-Bediener. „Ein interessantes Aufgabenfeld“, findet er. FOTOS (2): C. MEERKATZ

Wusterhusen. Die Firma Hallen- und Anlagenbau Wusterhusen (HAB) expandiert: In den kommenden drei Jahren sollen neue Produktionsstätten für 5,5 Millionen Euro errichtet und die Belegschaft verdoppelt werden. Grund dafür seien Aufträge aus neuen Geschäftsfeldern, wie Firmenchef Andreas Pörsch gestern sagte.

So sei es gelungen, auch im Fahrzeugbau, dem touristischen Anlagenbau und beim Rückbau von Atomkraftanlagen Fuß zu fassen. Das Unternehmen stellt dazu bis 2020 weitere 50 Mitarbeiter ein. Mit diesen neuen Angeboten mache sich HAB saisonunabhängiger.

Dass HAB in den hart umkämpften Markt für den Rückbau von Atomkraftanlagen einsteigen konnte, soll der Fürsprache der EWN Lubmin zu verdanken sein, für die die Wusterhusener Subunternehmer waren.

„Wir haben jetzt einen ersten Auftrag im Wert von 1,4 Millionen Euro erhalten“, erläutert der Geschäftsführer. Für den Rückbau des Atomkraftwerkes Neckar-Westheim liefern die Wusterhusener abgeschirmte Zerlegehallen für Großkomponenten wie den Dampferzeuger. „Das kann man sich wie ein Haus im Haus vorstellen. Über den Dampferzeuger kommt praktisch ein Schuhkarton, in dem er dann demontiert wird. Die von uns gefertigte Halle lässt sich sowohl während der Arbeiten als auch danach in praktische Einzelteile zerlegen und weitertransportieren“, erklärt Andreas Pörsch das Prinzip und hofft bei erfolgreichem Einsatz auf weitere Aufträge aus dieser Branche. Neue Ideen haben die Wusterhusener zusammen mit einer Schweizer Firma auf dem Gebiet des touristischen Anlagenbaus entwickelt. Herausgekommen ist eine „Kugelbahn“, die der früheren Murmelbahn nachempfunden ist. „Leute, die den Kick suchen, setzen sich in den Wagen, der sich um 180 Grad drehen kann und dann geht’s mit 60 km/h abwärts. Das macht Spaß, ist aber nichts für schwache Nerven“, versichert Pörsch. Die erste Kugelbahn soll in der Schweiz aufgebaut werden. „Wir werden mit der Idee auf der Funmesse im September in Berlin vertreten sein“, sagt er. Auch der Auftrag aus der Fahrzeugindustrie gehört ein bisschen mit zum Fun- und Freizeitsektor: HAB fertigt Fahrzeugrahmen für die Kleinbahnen in Freizeitparks.

Für die Realisierung der neuen Aufträge wird Platz gebraucht. Deshalb wird die bisherige Produktionsfläche von 3800 Quadratmetern um weitere 3500 Quadratmeter fast verdoppelt. „Wir konnten dank des Entgegenkommens der Gemeinden Brünzow und Wusterhusen 40 000 Quadratmeter Land dazukaufen und den Standort Wusterhusen so langfristig sichern“, freuen sich Andreas Pörsch und Geschäfts- und Personalleiterin Kathrin Pörsch. Wichtig sei es, Fachkräfte in der Region zu halten.

Für alle Aufgaben soll hochqualifiziertes Fachpersonal dazukommen: 50 Arbeitsplätze – „vom Azubi bis zum Diplomingenieur suchen wir alles“, so Kathrin Pörsch. Bezahlt werde über dem Tarif des Handwerks. „Wir sind als visionsgeführtes Unternehmen dazu übergegangen, die Mitarbeiter in alle Entscheidungen einzubeziehen. Deshalb lassen wir sie ihr Wunschgehalt nennen – und bezahlen es auch, denn niemand der Kollegen hat überzogene Forderungen“, berichtet sie. Und weil das so ist, können mit dem Bauantrag für die neuen Produktionshallen auch gleich die Pläne für ein neues Sozialgebäude eingereicht werden. „Höchstleistungen werden nur erbracht, wenn auch das Umfeld stimmt“, sagt Andreas Pörsch.

50 Neue gesucht

13,6 Millionen Euro Umsatz macht das Unternehmen Hallen- und Anlagenbau Wusterhusen (HAB) in diesem Jahr. Um saisonunabhängiger vom Industrie- und Gewerbebau zu werden, wurden mehrere neue Geschäftsfelder erschlossen und erste Aufträge akquiriert.47 Mitarbeiter, darunter vier Azubis, zählt das Unternehmen. Alle sind hochmotiviert und sehr gut qualifiziert.

50 neue Mitarbeiter werden für die neuen Aufgaben gesucht – vom Azubi bis zum Diplomingenieur. HAB hat für die Suche enge Kontakte zu den Berufsschulen des Kreises sowie zu den Hochschulen des Landes aufgebaut. Das Unternehmen ermöglicht zwei jungen Kollegen das duale Studium. Die guten Ausbildungsbedingungen bei HAB haben sich in der Region herumgesprochen: Derzeit gibt es mehr Bewerber als freie Plätze.

Cornelia Meerkatz

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