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Usedom Autorin stellt Alternative zur traditionellen Schule vor
Vorpommern Usedom Autorin stellt Alternative zur traditionellen Schule vor
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04:15 13.09.2013
In der Wolgaster Buchhandlung Henze stellte Anke Caspar-Jürgens ihre Vision eines freien Bildungswesens vor. Quelle: Ines Kakoschke
Wolgast

Anke Caspar-Jürgens hat eine Vision: Seit fünf Jahrzehnten engagiert sich die in Klein Jasedow lebende Lehrerin, Redakteurin und Autorin für ein freies Bildungswesen. Ihr Ziel: Die Legalisierung der Heimbildung. Caspar-Jürgens ist 1942 in eine schwierige Zeit hineingeboren. Als Flüchtlingskind der Nachkriegszeit hat sie eine große Palette unterschiedlicher Schulklassengemeinschaften kennengelernt. Nach erfolgter Schneiderlehre hat sie ein Pädagogikstudium absolviert.

Ausgestattet mit den Kenntnissen und Fähigkeiten traditioneller Schulbildung, ist Caspar-Jürgens gleichfalls überzeugt davon, dass Kinder in naher Umgebung zum Lebensmittelpunkt, in der Geborgenheit sicherer familiärer Bindungen ohne schulisches Reglement selbstbestimmt und frei lernen sollten. Für sie ist diese Geborgenheit innerhalb einer vertrauten, sich gegenseitig achtenden Gemeinschaft „das Fundament des Lernen-Wollens und Lernen-Müssens, das für die Entwicklung des Menschen so elementar ist wie Essen und Trinken“.

In den 1980-er Jahren rief Caspar-Jürgens die Freie Kinderschule Hamburg ins Leben und war 1988 maßgeblich daran beteiligt, im bayerischen Wolfratshausen die so genannte „Temenos-Lernguppe“

aufzubauen. Diese Lerngruppe bestand aus zunächst drei Kindern unterschiedlichen Alters, deren Eltern und einer Lernbegleiterin. Der staatlicherseits gegen die Existenz dieser Lerngemeinschaft bzw.

für die Durchsetzung der Schulpflicht geführte Gerichtsprozess verbot und beendete 1992 dieses Projekt, nicht aber die Idee und die damit verbundene Vision eines freien selbstbestimmten Lernens, das sie und weitere Verfechter eines freien Bildungswesens endlich legalisiert sehen möchten.

Caspar-Jürgens leitet die Bildungsrubrik der Zeitschrift Oya — anders denken. anders leben, hat den Bundesverband Natürlich Lernen! gegründet und berät Personen, die selbstbestimmte Bildungswege für ihre Kinder verwirklichen wollen. In der Wolgaster Buchhandlung Henze stellte sie in dieser Woche ihr 304 Seiten starkes Buch „Lernen ist Leben“ vor. Darin beschreibt sie die Geschichte der Temenos-Lerngruppe, kritisiert das bestehende Bildungssystem und hält ein Plädoyer für freies und partnerschaftliches Lernen. Das Buch ist im Klein-Jasedower Drachen- Verlag erschienen und kostet 29,80 Euro.

Ines Kakoschke

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