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Beethovens schwedischer Zeitgenosse

Mellenthin/Peenemünde Beethovens schwedischer Zeitgenosse

Usedomer Musikfestival geht in die letzte Woche: Morgen Konzert in Mellenthin / Finale im Kraftwerk Peenemünde

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Das Casal Quartett spielt morgen in Mellenthin.

Quelle: Lutz Jaekel

Mellenthin/Peenemünde. Der Pommer Joachim Nicolas Eggert gilt nicht nur als eines der größten Talente Pommerns und brachte nicht nur Beethovens Musik nach Schweden, sondern machte eine außergewöhnliche Karriere am Hofe des schwedischen Königs: Im idyllischen Ambiente der Kirche in Mellenthin erzählen morgen diese weitestgehend unbekannte Geschichte zwischen Schweden und Pommern in Konzert und Vortrag das herausragende Casal Quartett und der Greifswalder Musikwissenschaftler und ehemalige Universitätsmusikdirektor Ekkehard Ochs. Auf dem Programm stehen das Streichquartett Nr. 1 von Ludwig van Beethoven und das Streichquartett Nr. 2 von Joachim Nicolas Eggert. Das Konzert und der Vortrag „Joachim Nicolas Eggert – Beethovens schwedischer Zeitgenosse“ würden auf eine faszinierende Reise in die schwedische Vergangenheit mitnehmen, freut sich Festivaldramaturg Dr. Jan Brachmann auf den Konzertabend.

OZ-Bild

Usedomer Musikfestival geht in die letzte Woche: Morgen Konzert in Mellenthin / Finale im Kraftwerk Peenemünde

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„Eggert ist eines der größten Talente Pommerns gewesen und immer noch eine Terra Incognita für viele. Umso wichtiger, dass wir diesen Schatz beim Usedomer Musikfestival nun bergen“, blickt Ekkehard Ochs, der auch Begründer der „Greifswalder Beiträge zur Musikwissenschaft“ ist, voraus. Der Komponist aus Vorpommern hätte beispielsweise als erster Sinfonien geschrieben, in denen drei Posaunen Verwendung fanden, eine Errungenschaft, die lange Zeit fälschlicherweise Ludwig van Beethoven zugeschrieben wurde, sagt Ekkehard Ochs.

Aufführen wird die Werke das „Casal Quartett“. „Das Ensemble zählt mit seinen über 1500 Konzerten in aller Welt zu den renommiertesten Quartetten der Schweiz“, zeigt sich Festivalintendant Thomas Hummel beeindruckt. Ausgezeichnet wurde es mit mehreren Echo Klassik, Nominierungen für den Deutschen Schallplattenpreis und dem Diapson d'Or.

Abschlusskonzert in

Peenemünde

Große Namen und Stars aus dem Norden werden zum Finale des 23. Usedomer Musikfestivals am Freitag in Peenemünde erwartet: Das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock und der kanadisch-polnische Starpianist Jan Lisiecki (21) beschließen das Festival und die Saison im Musikland Mecklenburg-Vorpommern um 20 Uhr im Kraftwerk des Historisch-Technischen Museums in Peenemünde.

Anlässlich des 25. Jubiläums der Unterzeichnung der deutsch-polnischen Nachbarschaftsverträge präsentiert das Musikfestival Werke des polnischen Komponisten Karol Szymanowski, von Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss. „Die Peenemünder Konzerte sind regelmäßige Höhepunkte des Festivals. Mit ihnen feiern wir Frieden und Freiheit in Europa am historischen Ort: der ehemaligen Heeresversuchsanstalt“, sagt Festivalintendant Thomas Hummel.

In Peenemünde zeigt sich die Ambivalenz von Technik und Fortschritt, aber auch die Verantwortung, die daraus erwächst, wie kaum anderswo. Hier entwickelten die Nazis Raketen für militärische Zwecke, die später aber auch als Prototypen für zivile Projekte Einsatz fanden. Heute ist die ehemalige Heeresversuchsanstalt das größte technische Industriedenkmal M-V’s und ein Ort herausragender Friedenspädagogik sowie internationale Begegnungs- und Kulturstätte.

Termine: 12.10., 19.30 Uhr, Kirche Mellenthin

14.10., 20 Uhr, Kraftwerk Peenemünde

Tickets: ☎ 03 83 78 / 3 46 47

Festivalsplitter

Aufgrund des Friedensvertrages von 1810 zwischen Frankreich und Schweden wurde Pommern unter die Herrschaft der Schweden gestellt. Als Ergebnis des Wiener Kongresses 1815 trat Schweden Vorpommern und Rügen dann an Dänemark ab, das es im Austausch gegen das Herzogtum Lauenburg für 3,5 Millionen Taler den Preußen überließ. Erstmals seit 1637 war danach Pommern wieder geeint.

Ludwig Labahn

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