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Bilder aus zwölf Jahren „Sieben malen am Meer“

Heringsdorf Bilder aus zwölf Jahren „Sieben malen am Meer“

Organisator des Kaiserbäder-Pleinairs Sigurd Wendland mit Einzelausstellung in der Villa Irmgard gewürdigt

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Der Berliner Maler Sigurd Wendland stößt mit seiner Frau Monika auf die Ausstellung in der Heringsdorfer Villa Irmgard an.

Quelle: Dietmar Pühler

Heringsdorf. „Nach zwölf Jahren wurde es Zeit, dass Sigurd eine Einzelausstellung bekommt“. Mit diesen Worten machte Karin Lehmann am Samstagabend in der Heringsdorfer Villa Irmgard deutlich, wie wichtig der Berliner Maler Sigurd Wendland für das Kaiserbäder-Pleinair ist, das er gemeinsam mit der stellvertretenden Kurdirektorin 2005 aus der Taufe hob.

Der Maler Sigurd Wendland ist stets dem Verborgenen auf der Spur.“Niina Sitz, Sachverständige

Seither ist er unter den Künstlern die Konstante, der durch seine Kontakte zu Freiluft-Malern in Deutschland und im näheren Ausland auch die ersten „Sieben Maler am Meer“ auf die Insel Usedom brachte. Gab es nach den jeweiligen Malwochen im Mai in den Kaiserbädern regelmäßig Ausstellungen mit den in den Tagen zuvor gemalten Bildern, so ist es nun eine Würdigung von Sigurd Wendland, dass mehr als 30 seiner Arbeiten, die von 2005 bis 2016 auf Usedom entstanden sind, nun in der Villa Irmgard gezeigt werden.

Karin Lehmann nennt es „ein Stück Heringsdorf“, das Wendland in den zwölf Jahren in seinen Bildern festgehalten hat. Es ist auch ein Stück Zeitgeschichte, wenn man das Bild der Bansiner Villa Aegir (2006) betrachtet, die vor einiger Zeit abgerissen wurde und wo sich momentan ein Krater in der Erde auftut. Wie viele seiner Malerkollegen wählt Wendland nicht nur die schönen, hübsch restaurierten Ecken der Kaiserbäder als Motive aus, sondern gern auch das Hässliche, das Morbide.

Er bringt aber auch bewusst Gegensätzliches zum Ausdruck, wie beim weiblichen Akt im „Strandkorb in Ahlbeck“ (2008), wo die historische Ahlbecker Seebrücke hinter dem Strandkorb hervorlugt, in dem die junge nackte Frau mit einen Laptop auf dem Schoss sitzt. Karin Lehmann, die Sigurd Wendland seit dem ersten Pleinair kennt und schätzt, charakterisiert den Maler so: „Sigurd interessiert all das, wo es etwas zu entdecken gibt, wo er hinterfragen und dahinter steigen kann. Er lässt sich nicht verbiegen.“

Und Wendland ist „dem Verborgenen auf der Spur“, wie es Niina Sitz in dem die Ausstellung begleitenden Katalog ausdrückt. Und weiter schreibt sie: „Vieles, was in den Bildern Wendlands zunächst nur einen ästhetischen Reiz auf den Betrachter ausübt, entpuppt sich beim näheren Hinsehen als etwas, worüber sich intensiveres Nachdenken lohnt“ und das dazu einlade, gleich auf Entdeckungsreise zu gehen: „Durch die Ausstellung und durch die Kaiserbäder selbst.“

Die Ausstellung der Pleinairarbeiten ist noch bis zum 28. August während der Öffnungszeiten des Museums „Villa Irmgard, dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr, zu sehen.

Dietmar Pühler

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