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„Das war wie nach Hause kommen!“

Benz „Das war wie nach Hause kommen!“

Kristin Graupner und Bernd Mützlaff starten mit einem Café in der Benzer Feuerwache ihr zweites Berufsleben

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Kristin Graupner (48) und ihr Ehemann Bernd Mützlaff (61) sind mit ihrem Kaffeegarten in Benz beruflich neu durchgestartet.

Quelle: Angelika Gutsche

Benz. Kristin Graupner (48) und ihr Ehemann Bernd Mützlaff (61) waren auf der Höhe ihres beruflichen Erfolges, als sie beschlossen, ihr Leben zu ändern. Ob es ihr stressiger Trott als Selbstständige mit zehn Mitarbeitern, sein aufwändiges, an der Gesundheit nagendes Pendlerleben zwischen Stuttgart und Leipzig oder die Lust auf Landluft war — die Immobilienmaklerin und der Informatiker aus Leipzig gelangten unabhängig voneinander zu der Einsicht, dass ihr Leben trotz des beruflichen Erfolgs Veränderung bedarf.

Wir fühlen uns in Benz integriert und freuen uns an Land, Luft und netten Leuten“Kristin Graupner (48), Benz

Noch war nicht klar, wohin die Suche führen sollte. „Wir wussten nur, dass es an die Ostsee geht. Da waren wir unabhängig voneinander und gemeinsam mindestens einmal im Jahr und zu jeder Jahreszeit“, erzählt Kristin Graupner. Nach Exkursionen zum Darß, nach Rügen und in andere Ferienregionen kam das Paar nach Usedom. „Das war wie nach Hause kommen“, erinnert sich die 48-Jährige, die mit einem Leipziger Ferienlager in Benz schöne Kindheitserinnerungen verbindet. „Meine Mutti hat Karten aufgehoben, auf denen ich schrieb, wie wunderbar es in Benz ist.“

„Naschkater“-Pläne begraben Während des vierzehntägigen Usedomurlaubs zündete fast beiläufig die neue Geschäftsidee. „Als Radtouristen hat uns in Krummin das Gartenrestaurant ,Naschkatze‘ inspiriert. Etwas Ähnliches wollten wir aufziehen“, erzählt Bernd Mützlaff von den Plänen, die Scheune neben dem 2012 gekauften Benzer Wohnhaus zum „Naschkater“ auszubauen. Doch daraus wurde nichts. Der Umbau wäre bautechnisch zu aufwändig geworden. Statt dessen ergab sich die Chance, die alte Benzer Feuerwache gegenüber der Kirche zu mieten. „Für das, was wir vorhatten, ein toller Standort“, war sich das Paar schnell einig. Seit 2014 hat es das alte mehrfach umgebaute Haus auf zehn Jahre gemietet. Bei der ursprünglichen Idee, nur ein Sommercafé einzurichten, blieb es nicht. Eigentlich als Schlechtwettervariante angedacht, erfreut sich auch der Gastraum in der früheren Garage seit der Eröffnung des Kaffeegartens „Alte Feuerwache“ der Gunst von Einheimischen und Urlaubern.

Es gibt nichts zu bereuen Die erste Saison hat den Neuinsulanern bewiesen, dass ihre Entscheidung richtig war. In der Hauptsaison beschäftigt das Garten-Café neben dem Ehepaar drei Mitarbeiter. Mit einem Mix aus Süßem und Deftigem treffen sie den Geschmack der Gäste. „Uns kommt außerdem zugute, dass wir betriebswirtschaftlich und medial gut aufgestellt sind“, sagt Kristin Graupner offensichtlich zufrieden: „Wir haben wohl alles richtig gemacht, fühlen uns in Benz integriert und freuen uns an Land, Luft und netten Leuten“. Das geht wohl auch ein wenig an die Adresse derer, die in Familie und Freundeskreis die Richtigkeit des Neustarts so weit entfernt von Leipzig in Zweifel zogen. Kurioserweise leben in der Nachbarschaft einige ehemalige Kollegen aus dem einstigen Ferienlager — eine Küchenhilfe, eine Erzieherin und sogar der frühere Campleiter.

Dorfspaziergang in Vorbereitung Gerade bereitet das Paar die Wiedereröffnung zu Ostern vor. Ihm ist klar, dass Freizeit danach bis Ende Oktober rar ist. Vor Arbeit fürchten sich die beiden nicht, im Gegenteil. Zu den Veranstaltungen des Kirchensommers öffnen sie zweimal in der Woche länger, um dessen Besucher und Künstler zu bewirten. Und der vergangene Winter hat so manche Idee befördert, wie sich die Gastronomen in Benz einbringen wollen.

Zum Beispiel mit einem Dorfspaziergang mit Kirchbesichtigung und Essen und zu besonderen Plätzen, für die Benz weniger bekannt ist, als zum Beispiel durch Mühle oder Feininger-Kirche. „Darauf sind wir gekommen, als wir bei der Lesung der Witwe des Schauspielers Rolf Ludwig erlebten, wie interessiert die Leute an Geschichten des Ortes sind“, sagt Mützlaff.

• www. kaffeegarten-altefeuerwehr.de

Von Angelika Gutsche

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