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Ein Hoch auf den bisher milden Winter

Wolgast Ein Hoch auf den bisher milden Winter

Der Baubetriebshof in Wolgast hat nur noch zehn Mitarbeiter, auf die ein gewaltiges Arbeitspensum wartet.

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Gestern verpassten die Mitarbeiter des Baubetriebshofes den Rotdornbäumen an der Saarstraße den jährlichen Pflegeschnitt.

Quelle: Tom Schröter

Wolgast. Der Baubetriebshof der Stadt Wolgast muss gegenwärtig mit nur zehn Mitarbeitern auskommen. Wie Leiter Ralf Fenger informiert, wurden seinem Bereich in diesem Jahr keine MAE-Kräfte, sprich Ein-Euro-Jobber, mehr zugewiesen. Im vergangenen Jahr verfügte der Baubetriebshof, der seinen Stützpunkt an der Luisenstraße hat, noch über bis zu 20 MAE- Kräfte, die den festangestellten Kollegen in vielfältiger Weise unter die Arme griffen. Seit Jahresbeginn sind letztere, bis auf zwei über den Bundesfreiwilligendienst angestellte Helfer, gänzlich auf sich allein gestellt.

Laut Fenger bedeutet dies eine große Herausforderung. Seit der Gemeindefusion ist der Baubetriebshof, außer für Wolgast, auch für die Ortsteile Hohendorf und Buddenhagen zuständig. „Unser Aufgabengebiet ist gewaltig“, sagt der Leiter. Allein die Baumpflege, der sich die Kollegen derzeit widmen, binde viel Arbeitskraft. „Wir haben 460 Bäume, die an unseren Straßen stehen und die regelmäßig zu begutachten und mit einem Pflegeschnitt zu versehen sind“, so Fenger. Dass die Kronen der Gehölze derzeit ausgeschnitten werden können, sei nur dank des bisher milden Winters möglich.

In anderen Jahren waren die Kollegen im Januar im Kampf gegen Schnee und Eis gebunden. Denn auch der Winterdienst gehört zum Arbeitspensum des Bauhofs. Im Winter 2013/14 leisteten die Mitarbeiter im Streu- und Räumdienst 1350 Einsatzstunden; im Winter des Vorjahres standen sogar über 3500 Einsatzstunden zu Buche.

Steht die Sonne höher, gibt es wieder reichlich zu mähen. Um etwa 300000 Quadratmeter Grünflächen haben sich die Mitstreiter des Baubetriebshofes zu kümmern. „Das entspricht 42 Fußballfeldern, die ein bis neun Mal im Jahr zu mähen sind“, verdeutlicht Ralf Fenger. Hinzu kommen die mit Gras bewachsenen Bankette entlang von Straßen mit einer Gesamtlänge von etwa 20 Kilometern, 6400 Quadratmeter Staudenrabatten, 5200 Quadratmeter Sträucherflächen, 1100 Quadratmeter Rosenbeete und zu pflegende Hecken mit zwölf Kilometer Gesamtlänge.

Die Aufzählung geht munter weiter. 14 Spielplätze mit 87 Einzelgeräten und 14 Kombinationen sind zu unterhalten und mindestens einmal pro Jahr im Beisein eines Sachverständigen auf ihren Zustand und mögliche Sicherheitsmängel zu überprüfen. Bei Beanstandungen sind die Reparatur oder der Rückbau der betreffenden Geräte vorzunehmen. Auch für die Unterhaltung der 210 Sitzbänke und 61 Pflanzkübel und das Leeren von 230 Papierkörben sind „die Mädchen für alles“ aus der Luisenstraße zuständig. Zusätzlich haben sie 2006 Gullis regelmäßig zu kontrollieren und im Bedarfsfall zu reinigen. Hinzu kommen diverse Dienste bei der Vorbereitung der Feste im Stadtgebiet.

Im Verhältnis zum Arbeitspensum steht den Mitarbeitern nur wenig und vielfach veraltete Technik zur Verfügung. „Von unseren fünf Multicars ist der älteste Baujahr 1998 und der neueste Baujahr 2008“, berichtet Vorarbeiter Mario Teßendorf. „Aber auch das jüngste Fahrzeug hat schon seine Macken, weil es im Winterdienst oft eingesetzt werden musste.“ Die Stadt hat angesichts der prekären Haushaltslage kaum Mittel, um den Fuhrpark wirkungsvoll zu erneuern. „Bei den Kosten für einen Multicar mit mehreren Funktionen bewegen wir uns schnell im sechsstelligen Bereich“, sagt Bürgermeister Stefan Weigler. Leasing von Technik sei grundsätzlich eine Option. „Allerdings sind Leasingverträge kreditähnliche Geschäfte, die uns mit Blick auf unsere Haushaltslage von der Kommunalaufsicht nicht gestattet werden“, so Weigler.

Kein Mangel an Arbeit
12Kilometer Hecken, 300000 Quadratmeter Grünflächen, 6400 Quadratmeter Staudenrabatten, 5200 Quadratmeter Sträucherflächen und 1100 Quadratmeter Rosenbeete sind von den Mitarbeitern des Baubetriebshofs regelmäßig zu pflegen. Alle 14 Spielplätze in Wolgast und den Ortsteilen sind turnusmäßig sicherheitstechnisch zu überprüfen.
460Bäume, die an Straßen stehen und älter als etwa 15 Jahre sind, müssen jährlich begutachtet und einem Pflegeschnitt unterzogen werden.
Denn der Stadt obliegt für die Bäume auf kommunalen Flächen die Verkehrssicherungspflicht.

 



Tom Schröter

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