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Episoden von der Planerfüllung bis zum Plastikbomber

Bansin Episoden von der Planerfüllung bis zum Plastikbomber

Schauspieler Alexander G. Schäfer gab in Bansin Kostproben großer ostdeutscher Satiriker

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Im Gespräch: Brigitte Bonhaus und Heinz Loheide mit Alexander G. Schäfer, Brigitte Förster und Rüdiger Franzke (v.l.).

Quelle: Gert Nitzsche

Bansin. „Wir haben auch gelacht“ – unter diesem Motto gab Schauspieler Alexander G. Schäfer Kostproben großer ostdeutscher Satiriker. Dass auch in der DDR viel gelacht wurde, war beim zweiten Besuch des humorvollen Schauspielers im Bansiner Hans Werner Richter-Haus spürbar.

Vor drei Jahren war Alexander G. Schäfer im Kaiserbad und hatte genau zum zwölften Todestag seines Vaters, dem beliebten Volksschauspieler Gerd E. Schäfer alias Maxe Baumann, sein Buch „Vorhang auf:

Gerd E. Schäfer“ vorgestellt. Nun wählte er einige Geschichten namhafter ostdeutscher Satiriker wie Petersdorf, Kusche, Stengel aus, die für Lachsalven im gut besuchten Saal sorgten. Ja, der DDR-Bürger konnte auch gut über sich selbst lachen. Auch wenn es mitunter aus Schadensfreude, Sarkasmus oder purer Verzweiflung war. Eine Kostprobe: Alle wichtigen Staaten beginnen mit U – wie die USA, UdSSR und Unsere Deutsche Demokratische Republik.

„Wir haben lange nicht mehr so gelacht“, sagten Bärbel und Franz Merkel, Urlauber aus Augsburg nach der Veranstaltung. Schäfer präsentierte Satire rund um die Politik, Wirtschaft und das Reisen – alles stand unter dem Motto „Klassenkampf“. Der Schauspieler erinnerte scherzhaft an die Vollbeschäftigung, die keine Arbeitslosigkeit mit sich brachte. Obwohl nur die Hälfte arbeitete, wurde stets das Plansoll erfüllt – aber zu kaufen gab es dennoch wenig. An der Wahl kam er auch nicht vorbei: „Mit 99,9 % wurde die alte Regierung wieder gewählt“, so Schäfer.

Lustige Episoden gab es aus dem Tagebuch eines Bockwurstverkäufers oder über eine wichtige Meldung aus der LPG – sechs Ferkel wurden geworfen, im Ministerrat wurden zwölf gemeldet.

Der internationale Frauentag wurde in der DDR ausgiebig und fröhlich gefeiert. „Daran haben wir auch sehr schöne Erinnerungen“, so die Sallenthiner Brigitte Förster und Rüdiger Franzke. Natürlich durfte auch der Trabi nicht fehlen, der Plastikbomber, auf den man nur fünf Tage warten musste: Tag der Anmeldung – drei Parteitage der SED – Tag der Abholung.

gn

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