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FDP fordert gleiches Recht für Tagesmütter

Wolgast FDP fordert gleiches Recht für Tagesmütter

Kritik an Praxis der Förderungen im Kreis / Neue Richtlinie wird erarbeitet

Wolgast. Tagesmütter und -väter werden schlechter behandelt als Kindertagesstätten. Davon ist die FDP im Kreistag überzeugt. „Die Tagespflegepersonen kritisieren, dass die Pauschalen, die sie bekommen, zu niedrig sind“, sagt der Abgeordnete David Wulff. „Im Vergleich mit den Kitas werden ihnen geringere Sachkosten gewährt.“ Auch hätten die Kindertagespflegepersonen Wettbewerbsnachteile, weil ihre Angebote im Gegensatz zu denen der Kitas nicht auf der zugehörigen Internetseite www.kitaplaner.de auftauchen.

Ronny Schulz ist Regionalsprecher der Berufsvereinigung der rund 220 Tagespflegepersonen im Landkreis und seit vier Jahre selbstständig. Seitdem bekomme er für mehr Arbeit weniger Geld, sagt Schulz, der sich als Erzieher mit Leib und Seele bezeichnet. Unterm Strich läge sein Entgelt unter dem staatlichen Mindestlohn.

Allerdings meint der Tagesvater, dass sich in letzter Zeit etwas bewege. „Schleppend, aber es läuft was.“ Das Interesse in der Politik sei groß, für die bevorstehende Landtagswahl wollen die Tagespflegepersonen Wahlprüfsteine veröffentlichen. Die Gruppe FDP-Bürgerliste im Kreistag, namentlich David Wulff, gehört zu den Unterstützern und hat sich mit einer kleinen Anfrage an das Landratsamt gewandt. Da geht es um die rechtliche Zulässigkeit der gegenwärtigen Erhebung der Elternbeiträge und die Höhe der Verwaltungskosten im Vergleich der Kitas und Kindertagespflegepersonen.

Ferner wollte Wulff wissen, wie der Kreis den gesetzlichen Anspruch der Eltern auf Betreuung im Fall der Abwesenheit oder wegen Krankheit der Tagesmütter und -väter absichert. Wulff verweist auf ein Schreiben von Bundesfamilienministerin Schwesig (SPD), in dem sie auf Fragen einer Interessengemeinschaft dazu antwortet. Dort heißt es, dass das Jugendamt den Anspruch auf Vertretung erfüllen müsse.

Mit der Antwort von Landrätin Barbara Syrbe (Linke) ist Wulff daher nicht einverstanden. „Die Tagespflegepersonen vereinbaren in den Betreuungsverträgen gemeinsam mit den Eltern, wie und durch wen die Vertretung im Krankheits- oder Urlaubsfall erfolgen wird“, heißt es dort. Gebe es keine solche Regelung, könne man sich ans Jugendamt wenden, das eine Lösung finde. Wulff kritisiert ferner die Praxis, dass der Elternbeitrag direkt an die Tagespflegepersonen gezahlt wird. Seiner Ansicht nach sei das Aufgabe des Trägers der örtlichen Jugendhilfe, also des Kreises. Syrbe sieht das anders.

Wulff schlät daher vor, das Sozial- und das Innenministerium zu befragen.

Im Kreis wird gegenwärtig eine neue Richtlinie zur Kindertagespflege diskutiert. Wie der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Lars Bergemann(Linke), informiert, würden mehrere Modelle geprüft. Ein großes Thema sei die Finanzierung. Die Richtlinie solle im September im Jugendhilfeausschuss debattiert und später vom Kreistag beschlossen werden.

Eckard Oberdörfer und Dietrich Butenschön

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