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„Fake News“ in städtischer Galerie

Swinemünde „Fake News“ in städtischer Galerie

Der Maler José Garciá y Más setzt sich in seinen Großformaten auch mit Europa auseinander und kommt dabei nicht am Brexit vorbei.

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Der in Bansin lebende spanische Maler José García y Más neben einem seiner Bilder zum Thema „Fake News“ in der Ausstellung.

Quelle: Fotos: Dietmar Pühler

Swinemünde. /Bansin. Der Maler José Garciá y Más zeigt seit Samstag in der Städtischen Galerie für zeitgenössische Kunst „Miejsce sztuki44“ in Swinemünde großformatige Arbeiten unter dem Titel „Fake News“. Der Maler mit andalusischen und katalanischen Wurzeln, der in Bansin lebt, ist bekannt für seine politische Malerei, die in den großzügigen Räumen der Galerie ihre ganze Wirkung entfalten kann.

OZ-Bild

Der Maler José Garciá y Más setzt sich in seinen Großformaten auch mit Europa auseinander und kommt dabei nicht am Brexit vorbei.

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Der Leiter des „Kunstortes“ (so lautet die Übersetzung von Miejsce sztuki), Andrzej Pawelczyk, lobt den seit 2004 auf Usedom lebenden Künstler als einen „großen Maler“ und nennt „Fake News“ eine „sehr wichtige Ausstellung, die uns direkt betrifft. Denn sie zeigt die Welt, in der wir leben und in der die meisten Meldungen falsch sind“. „José trifft als Künstler den Nerv. Er arbeitet die Ereignisse präzise heraus“, beschreibt der Galerist die Arbeit von Garciá y Más. Seine Bilder seien „gut, was die Malerei angeht und sie sind ein guter Kommentar zur Wirklichkeit“, betont Pawelczyk.

Auch wenn die Bilder des gebürtigen Spaniers die politischen Eliten Europas an den Pranger stellen, so ist er durch und durch Europäer. „Ich male schon 35 Jahre über Europa. Damals hatte die EU zehn Mitglieder“, erinnert sich Garciá y Más. „Die Idee eines geeinten Europas und einer gemeinsamen Währung ist gut. Nur wenn das Fundament so schwach ist, hält sie nicht so lange“, fürchtet der Künstler.

Er hat für die Ausstellung in Swinemünde 17 Arbeiten ausgewählt. Natürlich drehen sich viele Arbeiten um Kanzlerin Angela Merkel. „Ich habe sie schon 27-mal gemalt. Da sieht man, wie lange sie schon an der Regierung ist“, sagt der Maler verschmitzt. Weitere Themen sind der Brexit, natürlich Trump, der mit „Fake News“ auch die Vorlage für den Ausstellungstitel lieferte, der IS und Putin.

„Der Brexit ist so etwas wie Roulette. Momentan haben wir ein Europa mit lauter Problemen. Da kommt immer ein fauler Kompromiss heraus“, analysiert Garciá y Más. „Ich male mit einem gewissen Humor und Ironie. Ich sehe das Leben mehr als eine Comedia dell´arte. Wir haben so viele Clowns“, findet der Maler. Galerist Andrzej Pawelczyk ist froh, die Ausstellung in Swinemünde zeigen zu können, betont aber auch: „Die Freiheit, die José in Deutschland hat, ist so in Polen nicht möglich.“

Die Ausstellung ist bis 16.11. dienstags bis freitags von 12 bis 16 Uhr in der Galerie Miejscie sztuki 44, Armii Krajowej 13, in Swinemünde zu sehen.

Seit 2003 auf Usedom

José García y Más wurde Im Jahre 1945 in Santa Cruz auf der Insel La Palma (Kanaren) geboren.

Malerei studierte er auf Teneriffa.

Nach Deutschland kam er 1970 und lebte bis 2003 in Berlin und erwarb dort 1980 an der Fachhochschule einen Ingenieurabschluss in Versorgungstechnik.

Auf der Insel Usedom lebt er seit 2003. 2004 trat er in den Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern ein.

In Gemälden und Zeichnungen setzt sich García y Más mit Themen der Politik, Umwelt, Natur und Gesellschaft auseinander.

Ausstellungen gab es u. a. in Berlin, Graz, Kopenhagen und München.

Dietmar Pühler

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