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Usedom Friedenszentrum thematisiert die deutsche Energiewende
Vorpommern Usedom Friedenszentrum thematisiert die deutsche Energiewende
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00:00 26.03.2014
Anklam

Wer will schon auf Licht und Wärme verzichten?! Allerdings, die Vorräte von Energieträgern wie Erdöl, Erdgas und Uran gehen weltweit zu Ende, und auch die Steinkohlenförderung wird sich im nächsten Jahrhundert nicht mehr lohnen. Hinzu kommt: Importe unterliegen oft politischen Risiken. Aktuelles Beispiel: 40 Prozent an Öl und Gas kommen aus Russland.

Es gibt also keine Alternative zur Anwendung erneuerbarer Energien, sonst haben alle ein Problem. Dass es sich um ein wichtiges und lange ausgeklammertes Thema handelt, machte Professor Tanneberger, Chef des Anklamer Friedenszentrums auf der jüngsten Veranstaltung deutlich.

„Frühestens ab 2050 könnte Deutschland sich ausschließlich mit erneuerbarer Energie versorgen“, versicherte unmissverständlich Prof. Gerlach-Blumenthal von der bbw Hochschule Berlin. Wir stünden vor einer riesigen Veränderung in der gesamten Energieversorgung. Dazu bedürfe es jedoch politischer, technischer und innovativer Voraussetzungen. Fest stehe: Die Strompreise würden sinken, je mehr erneuerbare Energiesysteme gebaut werden.

Der Kohlendioxidgehalt in der Welt steigt, steigt und steigt. Die Folgen sind hinlänglich bekannt. „Wir brauchen Energiespeicher für erneuerbare Energie und landes- und europaweite intelligente Lösungen“, forderte der Solarspezialist. Dezentrale Einsparungen wie durch Benzin- und Dieseleinsparungen bei Autos, öffentlichen Personennahverkehr sowie verstärkte Aufforstungen seien gute Wege.

Das Zentrum für Friedensarbeit hatte 2007 in der Südstadt den zweiten Stadtwald an der B 197 angelegt. Inzwischen stehen im „Friedenswald“ schon 350 Bäume. Fortsetzung folgt.

Medial tobt derweil ein Generalangriff gegen die Energiewende. Die alten großen Energiekonzerne würden bremsen, indem erhöhte Stromkosten vorhergesagt würden, wetterte polemisch Dr. Mignon Schwenke (Linke). Die einzige anwesende Politikerin (!) forderte, künftig müsse auf Stromrechnungen die Stromherkunft ausgewiesen werden.

Seitens der Industrie erläuterte Andreas Pörsch, Wusterhusen, neue titanische Energiereserven aus Wellenkraft, die bisher völlig brach lägen. Die Wellenenergiegewinnung sei mit 3-4 Cent/kWh, sofern das System in die Massenproduktion kommt, günstiger denn Kohle oder Offshore-Windkraft. Die Forschung für diese Technologie sei noch auf dem Weg. Auf der Ostsee wird das Meeresbojen-Konzept erprobt.

Es wird von Bund und Land nur teilweise unterstützt.

Fast 50 Teilnehmer diskutierten lebhaft. Eine Ergebniszusammenfassung dieser Podiumsdiskussion erhält die Landesregierung.



gm

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