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Usedom Genervter Anwohner spielt Sheriff auf dem Hafenfest
Vorpommern Usedom Genervter Anwohner spielt Sheriff auf dem Hafenfest
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00:00 09.03.2013
Anklam

Veranstaltungsgäste des Anklamer Hafenfestes mit schwacher Blase und rücksichtslosem Benehmen reizten im vergangenen Jahr einen 45 Jahre alten Anwohner einmal mehr zu Weißglut. Obwohl von der Stadt eine mobile Toilette ganz in der Nähe aufgestellt worden war, pinkelten viele junge und alte Männer wie jedes Jahr ungeniert an eine Hecke an seiner Grundstücksgrenze.

„Da war immer was los, auch zu anderen Veranstaltungen. Der Gestank war nicht auszuhalten und verleidete mir und meiner Familie den Aufenthalt im Freien“, sagte er in einem Strafverfahren vor dem Anklamer Amtsgericht zu Staatsanwalt Klaus Fischer. „Trotzdem hätten Sie nicht mit Faustschlägen und Fußtritten einen auf Sheriff machen dürfen“, entgegnete dieser. Obwohl der Anwohner nicht vorbestraft war und als Familienvater einen guten Ruf hatte, kam anschließend der Amtsrichter nicht umhin, ihn wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 1350 Euro zu verurteilen.

Fischer hatte mehr beantragt: „Wer, ohne dass er körperlich angegriffen wurde, auf einen am Boden Liegenden mit Füßen eintritt, kann nicht mit Milde rechnen, auch wenn die Folgen in diesem Fall nur minderschwer waren.“

Mit immer größer werdendem Ärger hatte der Anwohner am 17. August die nicht enden wollende Reihe „notdürftiger“ Männer registiert, die es zu der Hecke an der Grundstücksgrenze trieb.

Gegen 22 Uhr platzte ihm der Kragen. Er stellte einen zur Rede, erhielt aber eine schnippische, freche Antwort. Sofort verlor er die Beherrschung. Er schlug mit der Faust zu. Der Pinkler fiel zu Boden. Als dessen Freundin einschritt, erhielt auch sie einen Schlag . „Mit einem Fußtritt wehrte ich danach dann auch wieder ihren Freund ab“, berichtete der Anwohner.

Das Urteil des Amtsrichters akzeptierte er. Es war seine erste Erfahrung mit Justitia. „Hier möchte ich nicht noch einmal sitzen“, hatte er in seinem letzten Wort versichert.

Till Treu

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