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Usedom Gleichgültig: Er weiß und will nichts
Vorpommern Usedom Gleichgültig: Er weiß und will nichts
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00:00 12.03.2013
Anklam

Weil er gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen, weil er sich dreimal Hartz-IV-Leistungen erschlichen, weil er Diebstahl und weil er Trunkenheit im Verkehr begangen hat. Wegen vorsätzlicher Körperverletzung wurde er am Mittwoch angeklagt. Zu Gericht brachten ihn zwei Polizisten, nachdem er bereits einmal einen Termin ohne Entschuldigung sausen ließ. Er ist nicht ganz allein auf der Welt Er hat einen Bewährungshelfer und einen Betreuer. Und wie man sah, auch sechs bis acht Bekannte, die es sich nicht hatten nehmen lassen wollten, der Verhandlung beizuwohnen.

Am 26. Juni 2012, kurz vor 22 Uhr, hatte der noch unter Bewährung Stehende in der Leipziger Allee nach ein paar Handgreiflichkeiten eine 33 Jahre alte Bekannte die Treppe hinuntergeworfen, als sie einen Streit schlichten wollte. Sie erlitt einen Mittelfußbruch und wurde acht Wochen krankgeschrieben. Schlappi zum Vorfall: „Ich weiß nichts.Ich kann mich nicht erinnern.“ Ob Ausrede oder wahr — bereits in der Vergangenheit gab es aufgrund vieler kleiner, von ihm begangener Delikte einen bestimmten Verdacht und die Absicht, ihn in einer geschützten Werkstatt arbeiten zu lassen. Aber er ging einfach nicht hin. Schlappi achselzuckend: „Warum? Ich weiß es nicht.“ Ähnlich war es mit der Suchtberatung. Rund 20 Aussprachen und Gespräche sollten ihm helfen, vom Alkohol loszukommen. Er nahm nicht ein einziges Gespräch wahr. Warum nicht ? Schlappi stereotyp: „Ich weiß nicht.“ Bewährungshelfer und Betreuer hatten nichts bewirken können, jetzt war auch der Richter ergrimmt. „Ich sage nix mehr“, meinte Schlappi. „Sie sind einfach nicht gewillt, sich zu bewähren und sich straffrei zu verhalten“, konstatierte der Kadi. Staatsanwalt Klaus Fischer schloss sich an. Bevor das Urteil gesprochen wurde, hatte Bewährungsversager Schlappi aber noch das letzte Wort: „Ich sage nichts mehr“, meinte er, entschuldigte sich aber doch noch bei seiner Bekannten, die er die Treppe hinuntergestoßen hatte. Das Urteil: Sechs Monate Knast, ohne Bewährung! Für Schlappi ein mächtiger Schreck, der ihn puterrot werden ließ.

Till Treu

Wir sind alle super!

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