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Güllelager: Peeneland mit neuer Offerte

Lassan/Pulow Güllelager: Peeneland mit neuer Offerte

Umweltamt rät zum Standort an Pulower Kreuzung / Gesamtvorhaben bleibt im Lassaner Winkel umstritten

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Während der Bauausschuss-Sitzung am Montagabend: Alexander von Schilling (Untere Naturschutzbehörde Landkreis Vorpommern-Greifswald), Planer Torsten Zacher, Peeneland-Geschäftsführer Bernard Kowolik und Bauausschuss-Vorsitzender Dirk Eckloff (v.l.).

Quelle: Tom Schröter

Lassan/Pulow. Das umstrittene, im Lassaner Winkel geplante Güllelager war das beherrschende Thema während der Lassaner Bauausschuss-Sitzung am Montagabend. Bernard Kowolik, Geschäftsführer der Peeneland Agrar GmbH, hatte seinen Planer Torsten Zacher mitgebracht, um die Anwesenden in der Einwohnerfragestunde über den Stand der Dinge zu informieren. Parallel dazu teilte Alexander von Schilling von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Greifswald mit, dass er den zuletzt favorisierten Standort für das Güllelager an der Kreisstraße K 30 nordwestlich von Lassan (wir berichteten) abgelehnt habe. Grund: Der geplante Hochbehälter passe optisch nicht mitten in die freie Landschaft.

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Umweltamt rät zum Standort an Pulower Kreuzung / Gesamtvorhaben bleibt im Lassaner Winkel umstritten

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Stattdessen befindet von Schilling den zuvor ins Auge gefassten Standort an der Kreisstraße K 31 an der Kreuzung Pulow/Papendorf/Klein Jasedow „aus naturschutzfachlicher Sicht für gut“. An dieser Stelle befindet sich bereits ein Fahrsilo und die nächste Wohnbebauung sei mindestens 500 Meter entfernt, erklärte er. Wie der Planer Zacher gegenüber OZ sagte, sei ein sechs Meter hoher Rindergüllebehälter mit einem Nutzvolumen von 6233 Kubikmeter vorgesehen. Die Peeneland Agrar GmbH müsse als Milchviehhalter laut Düngeverordnung ein, statt bisher auf sechs, nunmehr auf neun Monate ausgelegtes Gülledepot nachweisen und daher in erweiterte Lagerkapazitäten investieren. Gleichzeitig solle das Management zum Ausbringen der Gülle auf den umliegenden Flächen optimiert werden.

Da der Wind in unserer Küstenregion hauptsächlich aus Richtung Westen weht, befürchten die Kritiker trotz des Standortwechsels unzumutbare Geruchsbelästigungen, die vom Güllelager für die Lassaner ausgehen. Zwar beteuerten Planer Zacher und Behördenmitarbeiter von Schilling, dass im Zuge des Bauantragsverfahrens penible Berechnungen hinsichtlich der Geruchsemissionen angestellt würden und Grenzwerte einzuhalten seien. Aus den von den anwesenden Bürgern vorgebrachten Einwänden schlug ihnen jedoch blanke Skepsis entgegen. „Der großen und der kleinen Politik begegnen die Bürger inzwischen mit einem allgemeinen Misstrauen, das sollte uns zu denken geben“, warf Stadtvertreter Rudi Menge ein.

Der Lassaner Hans Mahler äußerte die Befürchtung, auch der Tourismus in Lassan könnte wegen des Güllegeruchs Schaden nehmen. Zudem könnten die Grundstücke in der Stadt an Wert verlieren. „Die Stadtvertreter sind in aller erster Linie dem Wähler verpflichtet“, mahnte Mahler.

Stadtvertreter Johannes Heimrath indes brachte mit Waschow seinen Wunschstandort ins Spiel. „Dort befindet sich schon Industrie. Und es gibt eine für Schwerlastverkehr ausgelegte Straße, die dorthin führt“, sagte er. Kowolik würde auch dorthin ausweichen, fügte aber hinzu, dass in diesem Falle beim Ausbringen der Gülle die Klein Jasedower Ortsdurchfahrt von den Fahrzeugen arg belastet würde, was Heimrath eigentlich immer habe verhindern wollen. Zugleich machte er deutlich, dass „wir die Planung nicht ins Unendliche treiben werden, denn dies alles kostet uns viel Geld“. Zacher schlug dennoch vor, die bisher untersuchten Varianten öffentlich vorstellen zu wollen, um deren Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen.

Tom Schröter

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