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Usedom Hohensee jetzt wieder mit Wasserblick
Vorpommern Usedom Hohensee jetzt wieder mit Wasserblick
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00:00 01.04.2014
Paul Madganz (l.) und Falk Griese kämpften sich in ihrer Freizeit Stück für Stück durch das Dickicht, welches das nordwestliche Seeufer erobert hatte. Jetzt hat im Gehölzstreifen auch die Bodenvegetation wieder eine Chance. Quelle: Tom Schröter
Hohensee

Der Hohenseer See gilt in Anglerkreisen als Geheimtipp. Versierte, auf den Fang kapitaler Karpfen spezialisierte Sportfischer überlisteten vom Ufer des klaren Gewässers aus schon so manchen Moosbuckel. Doch viele Angelstellen an dem 10,2 Hektar großen, 670 Meter langen See sind üppiger Vegetation gewichen und die Holzstege, die emsige Petrijünger in den 1950-er Jahren angelegt hatten, längst verschwunden.

Paul Magdanz und Falk Griese wollten sich mit diesem Zustand nicht länger abfinden. Den Bereich vom letzten erhaltenen, mit dem Pegel versehenen Metallsteg bis zur am nördlichen Seeufer gelegenen Badestelle haben die beiden Stück für Stück durchforstet, so dass Spaziergänger wieder einen freien Blick auf die Wasserfläche und die gegenüberliegende, mit hohen Bäumen bestandene Uferböschung genießen können.

„Ich wollte, dass es an unserem See wieder schön aussieht“, erzählt der 13-jährige Paul Magdanz, der seine ganzen Winterferien für den mühevollen Job geopfert hat. Täglich machte sich der junge Mann zum erwähnten Uferabschnitt auf. Er befreite den Gewässersaum von allerlei Gestrüpp und trug hohe Haufen zusammen, die dann verbrannt wurden. Kleine Gehölze, die umzustürzen drohten, wurden entfernt, als während des Eisgangs hierzu eine gute Gelegenheit bestand.

Immer nach Feierabend und an den Wochenenden gesellte sich der mit einer Motorsäge ausgerüstete Falk Griese (42) hinzu. „Die Arbeit hat Spaß gemacht“, resümiert der gelernte Landmaschinen- und Traktorenschlosser, der zurzeit im Bundesfreiwilligendienst für die Gemeinde Zemitz arbeitet. „Erfreulicherweise lag recht wenig Müll am Ufer; nur ein paar leere Flaschen haben wir gefunden.“

Paul Magdanz mag körperliche Arbeit an frischer Luft. Kaum zu glauben: Der Teenager bewirtschaftet in seiner Freizeit auch einen fast 1000 Quadratmeter großen Acker, auf dem er für Bekannte und Verwandte erfolgreich u. a. Kartoffeln, Salat, Bohnen und Erbsen anbaut. „Ich will später Agrarökonom werden und 2015 ein Praktikum bei der Peeneland Agrar GmbH machen“, blickt Paul selbstbewusst voraus.

Nach dem Großreinemachen am See folgt nun die Gartensaison. Zwischendurch im Sommer gönnt sich der junge Hohenseer regelmäßig Zeit für einen Badeausflug zum See. Vor nicht allzu langer Zeit wurde die Badestelle neu hergerichtet. „Demnächst will Thomas Mähl wieder einige Lkw-Fuhren Sand anliefern und verteilen“, berichtet Falk Griese. Bürgermeisterin Susanne Darmann (CDU) freut sich über die fleißigen Männer. „Prima! Ich bin begeistert. Nach der Wende wurde am See noch nie so gründlich saubergemacht“, lobt sie. Vorgesehen sei, um den See den früher vorhandenen Rundweg wieder ur- und begehbar zu machen: „Der See ist im Sommer ein Anziehungspunkt für viele Besucher. Die Badewasserqualität ist sehr gut. Wir lassen den See jährlich untersuchen.“



Tom Schröter

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