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„In 17 Jahren ist alles abgezahlt“

Ückeritz „In 17 Jahren ist alles abgezahlt“

Neues Konzept für den Ückeritzer Campingplatz wurde Dienstagabend in der Gemeindevertretung vorgestellt

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Die Rezeption des Campingplatzes soll und muss nach Ansicht der Planer vergrößert werden. Archivfoto: Hannes Ewert

Ückeritz. Jetzt soll es Ernst werden mit dem Ückeritzer Campingplatz. Am Dienstagabend stellte der Koserower Architekt Achim Dreschmeier ein überarbeitetes Konzept für das viereinhalb Kilometer lange Küstenareal vor. Rund 6,5 Millionen Euro sollen in die Anlage investiert werden. Wann es losgeht, konnte am Dienstag aber noch keiner sagen. Alle hoffen jedoch hinter vorgehaltener Hand, dass der Campingplatz keine Ausmaße wie der neue Berliner Flughafen annimmt.

Die Kernpunkte des neuen Konzeptes sind vor allem die Teilverlagerung des Betriebshofes vom Campingplatz an die Bäderstraße neben die Feuerwehr (ehemalige Skateranlage), die Neugestaltung eines „Haus des Gastes“ auf dem Platz, die Erweiterung der bisherigen Rezeption und der Ausbau der Promenade.

„Die jetzige Rezeption stößt in den Sommermonaten an ihre Grenzen“, sagt Bürgermeister Gerd Gamradt (CDU). „Die Urlauber haben eine stundenlange Anreise hinter sich, stehen womöglich noch im Stau und kommen dann gestresst im Urlaub an. Eine neue Rezeption muss größer und komfortabler für die Gäste sein“, sagt er.

Jesko Grüning, Projektleiter des Campingplatzes, jonglierte in den vergangenen Monaten mit den geplanten Gesamtkosten. Nach bisherigen Berechnungen müssen rund 2,3 Millionen Euro selbst von der Gemeinde getragen werden. „Die Rechnung ist relativ einfach: Bisher lässt ein Gast durchschnittlich 45 Euro pro Nacht auf dem Platz – Tendenz steigend. Nehmen wir aber für den schlimmsten Fall an, an, dass es so bleiben sollte, rechnen sich die Anschaffungskosten nach 17 Jahren. Dann wäre der Eigenanteil von mehr als zwei Millionen Euro refinanziert“, sagt er. Grüning rechnet damit, dass im Jahr rund 166700 Euro in die Kassen gespült werden. Durch die Neugestaltung entstehen 46 Zellen. Allein durch diese Flächen wären die Anschaffungskosten nach 17 Jahren wieder drin. „Das wird zum Selbstläufer“, heißt es von Jesko Grüning.

Vom Gedanken eines Fünf-Sterne-Resorts haben sich die Macher schon verabschiedet. Der Fokus liegt nun auf einem Vier-Sterne- Camping-Platz. Auch in Sachen Wellness wird stark zurückgerudert.

„Zunächst gingen wir bei der Planung von einem Wellness-Tempel aus, der mit rund 2,5 Millionen Euro zu Buche schlägt. Dieser wurde bei der überarbeiten Planung gestrichen. Dafür steht eine Fass-Sauna auf dem Programm, die von jedem Urlauber separat gemietet werden kann“, erklärt Achim Dreischmeier.

Auf dem Campingplatz, der übrigens von einer Promenade geschmückt werden soll, sind auch mehrere Dünenhütten geplant. Auf die Frage, wer diese Gebäude betreiben soll, hieß es von Bürgermeister Gerd Gamradt, dass sie extern vergeben werden. Der Abgeordnete Marco Biedenweg stellte die Frage in den Raum, warum der Eigenbetrieb diese nicht selbst vermarkten oder vermieten kann. Er erntete für diese Bemerkung Applaus aus dem Publikum.

Eine Idee, die bisher nur in Karlshagen inselweit einmalig ist, soll nun auch in Ückeritz umgesetzt werden: Wintercamping. „Wir spielen mit der Idee, dieses in der nächsten Saison anbieten zu können“, sagt Grüning. Über einen möglichen Baustart gibt es noch keine Erkenntnisse. „Eigentlich sollte es ja schon vor einem Jahr losgehen“, sagt der 44-Jährige. Er hofft nun auf 2017.

Der Campingplatz

27000 Touristen verbringen im Jahr ihren Urlaub auf dem Campingplatz.

4,5 Kilometer ist das Areal lang. Der Platz ist flächenmäßig der größte seiner Art auf der Insel Usedom. Kurz nach Ostern öffnet der Platz, im Herbst hat er bis Ende Oktober geöffnet.

720 Stellplätze stehen den Urlaubern zur Verfügung. Davon sind allerdings 120 Plätze an Dauercamper vermietet.

12,5 Millionen Euro Umsatz generiert der Platz jährlich.

Hannes Ewert

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