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Krösliner starten Fördermittel-Offensive

Kröslin/Freest Krösliner starten Fördermittel-Offensive

Gemeinde beantragt Zuschüsse für mehrere wichtige Vorhaben, um den Tourismus weiter anzukurbeln

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Auch für die Freester Heimatstube, im Bild Leiterin Andrea General- czyk, will die Gemeinde Sanierungsmittel einwerben.

Quelle: Tom Schröter

Kröslin. Wenn die Krösliner sämtliche Vorhaben verwirklichen können, die am Dienstagabend von der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen wurden, ist die Gemeinde auf dem Weg zu einem noch attraktiveren Tourismus- ort ein ganzes Stück weiter. Vizebürgermeister Joachim Thurow betonte jedoch, dass die erwähnten Beschlüsse die Grundlage dafür bilden, für die Maßnahmen öffentliche Zuschüsse zu beantragen. „Die Umsetzung der einzelnen Vorhaben“, so stellte der Freester klar, „hängt davon ab, dass wir die Fördermittel auch bekommen und unsere Gemeinde den jeweils notwendigen finanziellen Eigenanteil aufbringen kann.“

Zunächst beabsichtigt die Gemeinde den Kauf eines Ersatzfahrzeuges für die Freester Feuerwehr. Das vorhandene, laut Thurow einst von der Partnergemeinde zur Verfügung gestellte Fahrzeug sei inzwischen etwa 25 Jahre alt, erfordere hohe Instandhaltungskosten und „ist in absehbarer Zeit wohl nicht mehr verkehrssicher“. Das neue Fahrzeug — vorgesehen sei die Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges vom Typ LF 10 Allrad — koste voraussichtlich 250000 Euro. Auf das Land MV, den Landkreis und die Gemeinde entfiele je ein Drittel der Kosten.

Ein weiteres drängendes Vorhaben ist der Ausbau der Kurzen Straße in Kröslin, zu dem sich der Gemeinderat bereits mit Beschluss vom März 2009 bekannte. Nachdem bisherige wiederholte Bemühungen um Fördermittel erfolglos blieben, erneuert die Kommune ihren Antrag an den Landkreis nun noch einmal gemäß der „Richtlinie zur Integrierten Ländlichen Entwicklung“. Etwa 209000 Euro betragen die Gesamtkosten.

Diese Straßenbaumaßnahme ist laut Joachim Thurow ebenso Bestandteil des 2015 aufgelegten Tourismus- und Entwicklungskonzeptes der Gemeinde Kröslin wie die Neugestaltung des Strandes in Freest.

Letzteres Vorhaben sei sogar „der wichtigste Zielbaustein unseres Konzeptes“, unterstrich der stellvertretende Bürgermeister. Die vorliegende Projektplanung sieht unter anderem Geländeaufschüttungen, den Bau von Buhnen, das Anlegen von Stegen zum barrierefreien Erreichen des Strandes, den Bau eines Spielplatzes, eines Sani- tärgebäudes, eines Rettungsturms sowie eines Beachvolleyballplatzes vor. Inklusive Begrünung werde mit Kosten von 808000 Euro gerechnet. In diesem Falle hoffen die Krösliner auf Landesmittel aus dem Fonds für den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur.

Ein viertes Projekt beinhaltet die Sanierung der Freester Heimatstube, die sich innerhalb des Sanierungsgebietes Dorfkern und Hafen Freest befindet. Die Sanierung des kulturellen Anlaufpunktes kostet gut 230000 Euro. Der Mitte 2015 gestellte Fördermittelantrag zielt ab auf Zuschüsse aus dem Programm Leader der Europäischen Union.

Ein wichtiges Vorhaben in Kröslin — der grundhafte Ausbau der Feldstraße — konnte 2015 mit Hilfe von Landes- und Bundesmitteln so gut wie fertiggestellt werden. „Einige Restarbeiten sind noch offen“, informierte Joachim Thurow. Sobald die Witterung dies zulasse, würden diese erledigt.

Hilfe für „Kinnerkaan“
Die Kindertagesstätte „Kinnerkaan“ in Kröslin hat offensichtlich viele Freunde. Die Gemeindevertreter beschlossen am Dienstagabend die Annahme von Spendengeldern, die der Kita im vergangenen Jahr von unterschiedlichen Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden. Über 1000 Euro kamen auf diese Weise zusammen.

Das Geld, so teilt Kita-Leiterin Grit Gutzmann mit, soll für die Anschaffung einer Nestschaukel für die Krippenkinder dienen. Diese koste etwa 1500 Euro. Dank der Spenden sei die Summe fast zusammen.

Die Kita wird derzeit von 42 Kindergarten-, neun Krippen- und 45 Hortkindern besucht.

 



Tom Schröter

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