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Kunstsalon Koserow zeigt Miniaturen

Koserow Kunstsalon Koserow zeigt Miniaturen

„Bild groß — viel Moos!“. So oder ähnlich scheint das Motto nicht weniger zeitgenössischer Künstler zu lauten. Die Ergebnisse sind oft recht peinlich. Dass Kunst keine Frage des Formats ist und dass, wenn der Genius die Hand des Künstlers führt, schon wenige Striche ausreichen können, um den Betrachter in den Bann zu ziehen, zeigt die Ausstellung „Miniaturen“ von Erich Kliefert eindrucksvoll.

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Die Mühle in Eldena bei Greifswald. Diese Graphitzeichnung von Erich Kliefert ist in der Zeit um 1940 entstanden.

Quelle: Waschkau

Koserow. Über einen Zeitraum von sieben Jahrzehnten und in großer stilistischer Bandbreite wird im Rahmen dieser Retrospektive zum 120. Geburtstag der Zeichner Erich Kliefert gewürdigt. Zart nuancierte Zeichnungen im Geiste der Frühromantik stehen neben kalligraphisch anmutenden Lineaturen, die in geradezu kürzelhafter Form das Wesen des Bildgegenstandes erfassen.

Zeichnungen dienten seinerzeit vorbereitend der Annäherung an das Motiv und galten meist nicht als selbständige Kunstwerke, dienten somit auch nicht zum Verkauf. Diesem Umstand ist es wohl zu verdanken, dass der zeichnerische Nachlass Klieferts einen umfassenden Blick auf das Gesamtwerk erlaubt. Uns fasziniert heute gerade die Frische des Ausdrucks, die durch die Unmittelbarkeit des Arbeitens vor dem Motiv auf den Betrachter übertragen wird, und die wir bei durchkomponierten Gemälden oft schmerzlich vermissen. Auch die Vielfalt der als bildwürdig erkannten Motive überrascht den Betrachter. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit zückt Erich Kliefert das Skizzenbuch, um Eindrücke festzuhalten. Im Alltäglichen findet er immer wieder das Besondere. Egal, ob er als Zaungast Menschen bei der Arbeit skizziert, aus dem wartenden Zug heraus Motive einfängt oder am Strand das ungezwungene Kinderspiel festhält — überall spürt man die ihm sprichwörtlich nachgesagte Neugier und Freude am Leben.

Will man Schwerpunkte im Schaffen des Künstlers benennen, so sind es wohl vor allem Motive seiner Wahlheimat Stralsund, als deren Chronist er gelten kann und die er in den 73 Jahren seines dort verbrachten Lebens nicht müde wird zu preisen. Aber auch die Landschaften der nahegelegenen Inseln Rügen und Hiddensee und die dort lebenden Menschen nehmen einen wichtigen Platz in seinem Schaffen ein.

In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass in Vorbereitung der Ausstellung zwei Skizzenbücher Klieferts aus dem ersten in Stralsund verlebten Winter 1921/22 wiederentdeckt wurden, deren schönste Motive nun als Reproduktionen erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und auch käuflich erworben werden können.

Die Ausstellung kann vom 1.März bis zum 30.Juni 2013 mittwochs bis sonnabends 10-12 und 14-16 Uhr im Koserower Kunstsalon, Karlstrasse 3, besichtigt werden. Führungen nach vorheriger Absprache.

Peter Paulus

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