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Usedom Kutter bereit für den Stapellauf
Vorpommern Usedom Kutter bereit für den Stapellauf
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04:21 16.03.2013
Heinz-Dieter Fischer hat mit diesem Nachbau eines 26,5-Meter-Kutters sein inzwischen 25. größeres Schiffsmodell geschaffen. Quelle: Dietrich Butenschön

Das Jubiläumsstück, das 25. größere Schiffsmodell des Karlshageners Heinz-Dieter Schmidt, wird auf seinen „Stapellauf“ noch ein paar Wochen warten müssen: Der Nachbau des Kutters SAS-358 soll beim Karlshagener Hafenfest im Juli zum ersten Mal eine von der Peenemünder Marine- Kameradschaft veranstaltete Regatta absolvieren, ebenso wie weitere von Fischer gebaute Modelle. Auch zwei oder drei Mini-Schiffe der von ihm und anderen Mitgliedern der Kameradschaft betreuten Arbeitsgemeinschaft (AG) Schiffsmodellbau an der Heine-Schule Karlshagen werden dann am Start sein. Womit schon gesagt ist, dass die Modelle nicht nur akribisch gestaltete Nachbildungen großer Schiffe, sondern auch schwimmfähig und per Fernsteuerung manövrierbar sind.

Der Modellbauer aus Leidenschaft hat in etwa acht Monaten Bauzeit — unterbrochen von einer längeren Erkrankung und der Arbeit an einem Musterstück für die AG — mit dem Kutter SAS-358 nicht nur ein weiteres seinerMeisterstücke gefertigt. Wie er es mit jeder dieser Arbeiten hält, hat er sich intensiv neben den technischen Details auch mit der Geschichte dieses Fangschiffstyps beschäftigt. „So weit ich herausgefunden habe, sind von diesem 26,5-Meter-Kutter bis Ende der 1950-er Jahre etwa 50 Stück in Stralsund und in Boizenburg gebaut worden. Sie waren zu ihrer Zeit in dieser Klasse Weltspitze. Drei Schiffe sind heute noch in Sassnitz im Fangeinsatz, ein weiteres ist für andere Zwecke umgebaut worden.“

Fischer weiß außerdem, dass zu DDR-Zeiten sogar einige dieser Kutter das Kap der Guten Hoffnung umrundet haben, um vor Moçambique zu fischen. Im vorigen Jahr war der Insulaner auf der Suche nach einer Vorlage für ein neues Modell in einer Ausgabe der zu DDR-Zeiten erschienenen Fachzeitschrift „Modellbau heute“ auf einen Bauplan dieser Reihe gestoßen. „Es war aber leider nur ein einziger Plan, dazu nur noch ein paar dürftige Textbeschreibungen“, bedauert er. Die weiteren Untersuchungen brachten lediglich noch einige alte Schwarz-Weiß-Fotos zum Vorschein. Mit diesen wenigen Unterlagen machte sich Fischer auf den Weg nach Sassnitz, um die dort liegenden Kutter dieser Baureihe zu besehen, zu fotografieren und zu vermessen.

Die fast zwei Monate in Anspruch nehmenden Vorbereitungen und die anschließende Arbeit in Fischers „Werkstatt“ — einem kleinen Zimmer seiner Wohnung — haben sich letztlich gelohnt. Fast ausschließlich in langwieriger Handarbeit — nur ein paar Lampen wurden gekauft — ist ein Modell entstanden, das dem großen Vorbild bis in die letzte Feinheit gleicht. Fischer hat sich damit nicht nur selbst einen Traum erfüllt, sondern zugleich den Stralsunder und Boizenburger Schiffbauern von einst ein Denkmal en miniature geschaffen.

Wer mehr über die Arbeit Fischers erfahren möchte, kann das auf dessen Internetseite

www.hdfischer.de
tun. Und falls es Interesse daran gibt, eines seiner Modelle zum Beispiel für eine Ausstellung auszuleihen, der wird bei dem Karlshagener bestimmt ein offenes Ohr finden.

Dietrich Butenschön

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