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Langes Hin und Her um Grenzstreifen

Ahlbeck Langes Hin und Her um Grenzstreifen

Nach Ausschuss soll Gemeinde die Schritte zum deutsch-polnischen Vorhaben und die Finanzierbarkeit prüfen

Ahlbeck. Natur, Kultur und Tourismus sollen auf dem ehemaligen Streifen auf der deutsch-polnischen Grenze zusammengeführt werden. Wo bisher die Vögel zwitschern, die Rehe ihre Spaziergänge machen und die Radfahrer eine Tour unternehmen, sollen nach Vorstellungen der Swinemünder und Heringsdorfer bald junge und ältere Menschen feiern oder auch Deutsche und Polen über gemeinsame Veranstaltungen zusammengeführt werden.

Im Ausschuss für Tourismus, Ordnung und Verkehr sollte Dienstagabend daher ein Grundsatzbeschluss her, der dann der Gemeindevertretung vorgelegt werden soll. Es ging also nur um ein „Ja“ oder „Nein“

zum besagten Streifen; darum, ob er grundsätzlich gewünscht ist oder nicht. Was sich zunächst als relativ harmlos darstellte, entpuppte sich als langwierige Diskussion. Laut Beschlussvorlage soll es das Ziel sein, dass durch die Verknüpfung der Potentiale von Naturraum und Kulturraum mit dem touristischen Potential eine nachhaltige touristische Entwicklung gewährleistet werden soll.

„Bevor dort gebaut wird, müssen erst die Rahmenbedingungen geprüft werden“, betonte Mathias Manthei von der CDU. Er würde das Auswärtige Amt, andere Behörden in Berlin, womöglich auch in Brüssel sowie die Forst ins Boot holen, um sich von allen Seiten abzusichern, dass eine Bebauung auf dem Grenzstreifen möglich ist. „Ich habe nichts gegen die Idee, aber zunächst muss die Machbarkeit geprüft werden. Es geht schließlich um den ehemaligen Grenzstreifen. Dort treffen immerhin zwei Staaten aufeinander“, stellte er klar.

Manthei frage sich außerdem, ob es der gemeinsame Wille beider Länder sei, dort eine Bebauung vorzunehmen. Ausschussvorsitzender Detlef Kern fing Manthei in seinen Argumenten wieder ein und erklärte, dass dieser Grundsatzschluss bisher nur eine gemeinsame Willenserklärung bedeutet. „Die Polen machen es in diesen Tagen ganz genauso. Sie fragen in ihren entsprechenden Gremien nach, ob ein gemeinsames Interesse besteht. Sollte es dazu kommen, sehen wir weiter“, erklärt er.

Bauamtsleiter Andreas Hartwig erklärte, dass es bisher keine konkreten Baupläne für das Areal gibt. Bisher beruhe alles auf Vorschlägen und Ideen. Nach langem Hin und Her war man sich aber darüber einiges, dass man das Wort „Event“ aus dem Grundsatzbeschluss streichen will. Nach dem Willen des Ausschusses soll die Gemeinde nun die weiteren Schritte sowie die Finanzierbarkeit des Projektes prüfen. Das endgültige Okay für die Sache gibt dann aber erst die Gemeindevertretung in ihrer nächsten Sitzung.

Hannes Ewert

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