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Lassan stemmt Sanierung im Dreierpack

Lassan Lassan stemmt Sanierung im Dreierpack

Sanierung der Wassermühle und umfangreiche Dachdeckerarbeiten auf Schule und Halle offiziell abgeschlossen

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Passend zum Anlass, sangen die Kinder der Lassaner Kita Kokopelli das Lied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“.

Lassan. Obwohl graue Nieselregenwolken dicht an dicht über die Stadt hinweg zogen, war dies gestern ein schöner Tag für Lassan. Schließlich konnte gleich unter drei wichtige Sanierungsvorhaben ein Schlussstrich gezogen werden. Zunächst ließen die Lassaner in diesem Jahr für 78200 Euro die noch ausstehenden, etwa 75 Prozent der Dachfläche des Grundschulhauses neu eindecken. Laut Bürgermeister Fred Gransow (CDU) war dies ebenso dringend notwendig, wie die Dämmung und Abdichtung des Daches der gegenüber befindlichen Mehrzweckhalle, die mit Kosten von 117

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Sanierung der Wassermühle und umfangreiche Dachdeckerarbeiten auf Schule und Halle offiziell abgeschlossen

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000 Euro zu Buche schlugen.

Während diese Arbeiten ohne großes Aufsehen über die Bühne gingen, sorgte Vorhaben Nummer drei gleich mehrfach für Schlagzeilen: Die knapp 123000 Euro teure Sanierung der historischen Wassermühle bescherte dem technischen Denkmal nicht nur umfangreiche Reparaturen an Fachwerk und Gemäuer, sondern auch ein neues Wasserrad. Zur feierlichen Einweihung des Rades versammelten sich gestern Vormittag rund 50 Personen am Mühlbach. Kinder der örtlichen ILL-Kita Kokopelli sangen „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“, während sich das eichene, vom Mühlenbauer Martin Zecher angefertigte Wasserrad in Bewegung setzte.

Alle drei Vorhaben konnten nur dank großzügiger finanzieller Förderung in Höhe von 90 bzw. 80 Prozent über die Programme Leader und Iler umgesetzt werden. Im Falle der Mühle kommen Mittel der Sparkassenstiftung, der Volksbank, des IG-Vereins und privater Sponsoren hinzu. Trotzdem: „Die auf unsere Stadt entfallenen finanziellen Eigenanteile haben den Stadtvertretern viel Kopfzerbrechen bereitet“, räumte Gransow ein. „Doch wir haben es gewuppt, müssen dafür aber im nächsten Jahr etwas kürzer treten.“

Auch Bernd Jordan dankte als Vorsitzender der Interessengemeinschaft (IG) Heimatgeschichte Lassan allen am Mühlen-Projekt Beteiligten für ihren Einsatz. Besonders die Zimmerleute hätten trotz hoher Außentemperaturen eine tolle Leistung abgeliefert. Er hob zudem das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder hervor, die das in der Mühle befindliche Heimatmuseum erst aus- und nach Abschluss der Arbeiten wieder einräumen mussten.

Für 2017 kündigte Jordan zwei Sonderausstellungen an. Pfingstsonnabend werde in der Mühle eine Fotogalerie mit Lassaner Motiven eröffnet, welche die Sicht des federführenden Fotografen aus Hamburg auf die Kleinstadt am Peenestrom widerspiegeln. Am selben Tag soll in der Box 14 der Friedrich-von-Lösewitz-Halle zudem eine Ausstellung mit dem Titel „Holz machen“ eröffnet werden. „Hier“, so der Vereinschef, „werden Exponate wie zum Beispiel Äxte, Beile, verschiedene Sägen, Sägebock, Hauklotz, und Keile aus früherer Zeit zu sehen sein. Holz als Heizmaterial wurde früher im Winter gemacht, wenn die Äcker nicht bewirtschaftet wurden.“

Übrigens sind die Aktivitäten auch im Außenbereich der Mühle noch nicht zu Ende. Architektin Cornelia Frankenstein sagte, dass es Ideen gäbe, das Mühlrad samt dem Gerinne mit einem Schleppdach zu versehen. Auch die Installation eines Geldautomaten sei denkbar. „Wer einen Euro zahlt, kann drei Minuten lang das Mühlrad drehen lassen. Das Geld kommt dann der Mühle zugute.“

Museumsensemble

Die „Lassaner Wassermühle“ mit der dazugehörigen „Friedrich-von-Lösewitz-Halle“ bilden das Museumsensemble der Stadt Lassan. Die Mühle beherbergt, neben Maschinen und Einrichtungsgegenständen der einstigen Wassermühle, Exponate zur interessanten Stadt- und Regionalgeschichte. In der gegenüber befindlichen Halle werden historische landwirtschaftliche Geräte und Maschinen gezeigt.

Die Mühle ist seit dem 9. Juli 1988 technisches und kulturhistorisches Museum für die Stadt Lassan und deren Gäste. Das Gebäude ist seit dem 15. Jahrhundert als Wassermühle an dieser Stelle bezeugt.

Tom Schröter

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