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Maurice kämpfte sich zurück ins Leben

Koserow/Wolgast Maurice kämpfte sich zurück ins Leben

Der junge Koserower konnte nach seinem schweren Motorradunfall im Jahr 2014 auf seine Familie bauen

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Maurice Wegner (l.) geht es nach dem schweren Unfall dank eines tollen Ärzteteams,seiner Familie und seinen Freunden wieder gut. Das Bild zeigt ihn mit seinem Vater Rene Schmurr beim Boxtraining.

Quelle: Peter Machule

Koserow/Wolgast. 1,92 Meter groß, knapp 90 Kilo schwer, sportlich und durchtrainiert. Wir sehen einen jungen selbstbewussten Mann, der genau weiß, was er will.

Mein Chef Christoph Dauer hatte damals vollstes Verständnis für diese Situation.“René Schmurr, Vater von Maurice

Maurice Wegner aus Koserow ist 15 Jahre alt, besucht die 10. Klasse der Ückeritzer Ostseeschule und hatte in seinem Leben schon mehrfach einen Schutzengel. So zum Beispiel bei seinem schweren Unfall Ende Juni 2014. Während des Moto-Cross- Trainings auf dem Wolgaster Ziesaberg verlor er nach einem Sprung am Fliegerhang die Kontrolle über seine Maschine und stürzte schwer. Dabei zog er sich erhebliche Kopfverletzungen zu.

Der Crash drohte, Maurice Lebensplanung ein jähes Ende zu setzen. „Unser Sohn wurde in der Neubrandenburger Klinik notoperiert, hatte schwere Hämatome an Kopf und Körper, war halbseitig gelähmt, konnte anfangs weder sprechen, stehen, gehen oder schreiben“, berichten die Eltern. „Wir haben gebangt und gehofft, dass unser Maurice wieder ins normale Leben zurückfindet, waren ständig an seinem Krankenbett“, erzählt René Schmurr, der zu diesem Zeitpunkt gerade in ein neues Arbeitsverhältnis gewechselt hatte. „Mein Chef Christoph Dauer hatte damals vollstes Verständnis für diese Situation und räumte mir genügend Zeit ein, mich um meinen Sohn zu kümmern“.

Bis heute sprechen die Eltern mit Hochachtung über das Neubrandenburger Ärzteteam und Pflegepersonal, die alles Menschenmögliche taten, um das junge Leben ihres Sohnes zu retten. Das Gleiche gilt für das Team der Heliosklinik in Brandenburg an der Havel, in der sich ein fünfwöchiger Genesungsaufenthalt anschloss. René Schmurr besorgte sich nahe der Brandenburg Klinik ein Quartier und widmete seinem Sohn seine ganze Fürsorge. „Maurice hatte im Krankenhaus zehn Kilo abgenommen und kam mir in der Rehaklinik im Rollstuhl entgegen“, schildert er. Alle motivierten ihn, nicht aufzugeben:

„Maurice, du bist ein Kämpfer!“ Der Vater ließ seinen Worten Taten folgen. „Wir haben trainiert: Kraftsport, Fahrrad fahren, Schwimmen.“

Als Ausdauertraining und zum Muskelaufbau rannte Maurice hinter dem Eiswagen her. Mutter Nicole, Großeltern und Freunde sprachen ihm ständig Mut zu. Maurice kämpfte sich jeden Tag Stück für Stück ins normale Leben zurück – auf Grund seiner eigenen sportlichen Fitness und wegen des starken Familienzusammenhalts. René Schurr löste auch sein Versprechen beim Neubrandenburger Ärzteteam ein und bedankte sich im Namen seiner Familie mit einem großen Präsentkorb. Und die staunten nicht schlecht, welche gesundheitlichen Fortschritte Maurice gemacht hatte.

Wenn es Maurice auch anfangs schwer fiel: Im Einvernehmen mit seinen Eltern hing er seinen erfolgreichen Motorradsport, mit dem er im Alter von fünf Jahren begonnen hatte, an den Nagel und widmet sich nun dem Kraft- und Boxsport. „Mit anderen Jugendlichen trainiere ich seit einem Jahr in der Koserower Sporthalle. Es geht um Kondition, Muskelaufbau und leichtes Sparringsboxen“, sagt er.

Ansonsten strebt Maurice einen guten Schulabschluss an. Bei der Berufswahl schwankt er noch zwischen Zug- und Busmechaniker oder Heizungs- und Sanitärtechniker.

Peter Machule

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