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Migrantenfilm über Wolgast soll bekannter werden

Wolgast Migrantenfilm über Wolgast soll bekannter werden

„Bilder einer Stadt“ beschreibt das Leben verschiedener Nationalitäten im Ort.

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Der Film ist sehr wertvoll.“Elke Quandt, Netzwerk Integration

Quelle: angelika gutsche

Wolgast. Er macht betroffen, schockiert, beruhigt aber auch: Der Film „Bilder einer Stadt“, der von Jugendlichen in Wolgast gedreht wurde. Im Mittelpunkt stehen Migranten und Einheimische, die in der Stadt oft Nachbarn sind — und das Leben miteinander.

Die Mitglieder des Netzwerkes Migration & Integration wollen den Film, der zu Beginn des Jahres fertiggestellt wurde, jetzt bekannter machen. Er soll vielen Wolgastern und auch in anderen Orten der Region gezeigt werden. „Er ist wegen seiner hohen inhaltlichen und technischen Qualität ein wertvolles Mittel, um dem schlechten Image und der Verbreitung rechten Gedankengutes entgegenzuwirken“, sagte die Netzwerk-Koordinatorin Elke Quandt gestern bei einer Vorführung in Wolgast.

Die erste Sequenz zeigt in bedrückenden Bildern den Fackelmarsch von Neonazis durch die Wolgaster Straßen am 9. November des vorigen Jahres, aber auch und den Widerstand. Bis zum Schluss drängt sich der Gedanke auf, dass der Film als Pendant zum „Panorama“-Beitrag des ZDF gesehen werden kann, in dem die damals geplante Asylbewerber-Unterkunft für Wolgast in den schwärzesten Farben dargestellt wurde.

Die Macher von „Bilder einer Stadt“ halten zum Beispiel mit Interviews dagegen, in denen ausländische Mitbürger als ein Gewinn für die Kultur in der Stadt gezeigt werden. Ob die Galeristin mit russischen Wurzeln, der Imbissbetreiber aus der Türkei, der vietnamesische Gastronom oder die aus Indien stammende Ehefrau eines Deutschen. Sie alle machen deutlich, dass sie gern in Wolgast leben, dass es bis dahin aber für beide Seiten, Alteingesessene und Neubürger, aber auch ein langer und mühsamer Weg war. Dem zur Seite stehen zumeist jüngere Asylbewerber, die schildern, was sie hierher geführt hat. Als wichtigster Grund wird immer wieder genannt: Wir wollen eine vernünftige Ausbildung, was uns in der bisherigen Heimat nicht möglich war; wir möchten aus unserem Leben das Beste machen.

Die Mehrheit der Wolgaster ist bereit, mit den länger hier lebenden ausländischen Mitbürgern und Asylbewerbern einträchtig zusammenzuleben. Davon zeugen im Film die Aussagen von Nachbarn oder Vertretern von Institutionen. Sie, wie die Kita „Anne Frank“, haben schon länger Erfahrungen mit der Betreuung von Kindern unterschiedlichen Nationen.

 

 

db

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