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Schüler der Wolgaster Korczak-Schule befassen sich mit Zukunftsfragen, Liebe und Sexualität

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Frank Zimmermann (l.) vom CJD Insel Usedom-Zinnowitz zeigt den Schülern unter anderem, wie ein Kondom richtig benutzt wird. Hierzu greifen die Jugendlichen durch die Löcher einer die Sicht blockierenden Vorrichtung, hinter der sich ein Holzpenis befindet.

Quelle: Fotos: Tom Schröter

Wolgast. Wie sehe ich mein Leben in fünf Jahren? Viele Schüler der Wolgaster Korczak-Schule haben da ähnliche Vorstellungen. „Ich will eine Ausbildung zum Erzieher machen, einen schicken Wagen fahren und in Hamburg wohnen“, meint Paul (14). Hamburg sei eine große Stadt und Erzieher in einer Kindertagesstätte sein Traumberuf, erklärt der junge Wolgaster. Justin (14) aus Zinnowitz will später als Rettungssanitäter arbeiten. Er träumt von einem schnittigen Pkw der Marke Mustang und sein Wunsch-Wohnort ist Berlin.

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Schüler der Wolgaster Korczak-Schule befassen sich mit Zukunftsfragen, Liebe und Sexualität

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„Jeder Schüler, der an dem Kunstwettbewerb teilgenommen hat, hat sich selbst porträtiert und seine Wünsche formuliert“, erklärt Susann Jörgensen, Leiterin der 8. Klasse. „Besonders wichtig waren für viele der Führerschein und ein Auto oder ein Motorrad.“ Ein Mädchen schrieb außerdem neben ihr Konterfei: „Ich wohne mit meinem Freund zusammen. Ich habe einen Hund. Ich arbeite in einem Hotel.

Ich wohne in Wolgast.“

Damit solche und ähnliche Träume auch in Erfüllung gehen und das persönliche Traumschiff vermeidbare Klippen möglichst unbeschadet passiert, erhielten die Kor- czak-Schüler der Klassen 7/8 bis 10 während der „Deutsch-Polnischen JugendFilmTage“ viele gutgemeinte Infos und Tipps zu den Themen Sexualität, Liebe, Freundschaft und HIV/Aids.

Zum Abschluss des von der Stiftung „Aktion Mensch“ finanzierten und von der AOK, der WoWi und der Sparkasse Vorpommern unterstützten Projekts hatten die gut 50 teilnehmenden Schüler gestern mehrere Stationen zu durchlaufen. Mitmachaktionen standen dabei im Vordergrund. Dirk Joseph von der Polizeiinspektion in Anklam hatte aus Verkehrskegeln einen Slalomparcours abgesteckt. Mit einer Rauschbrille, die das Sehgefühl bei 0,8 bis 1,5 Promille imitiert, konnten die Schüler persönlich testen, wie sehr Alkoholkonsum die Sinne einschränkt. Bei Diplom-Psychologin Anna Roggelin von der Odebrecht-Stiftung erhielten sie wichtige Infos über andere gängige Rauschmittel, wie Drogen und Nikotin, oder über Gefahren, die in übermäßigem Medienkonsum und in Glücksspielen lauern.

„Unser Projekt ,JugendFilmTage’ hat bereits im März begonnen und findet in der kommenden Woche seinen endgültigen Abschluss mit der Umsetzung des Holzprojekts“, erklärte Schulleiterin Marina Licht.

Jeweils fünf Schüler aus Wolgast und des SOSW-Förderzentrums für Bildung & Erziehung aus Swinemünde erstellen unter Anleitung des Holzbildhauers Raik Vicent ein Relief mit Motiven des Namenspatrons ihrer Schule, Janusz Korczak, beziehungsweise eine künstlerisch gestaltete Sitzbank. Marina Licht ist froh, dass ihre Schüler von dem so vielfältig angelegten Gemeinschaftsprojekt profitieren konnten. Ihr besonderer Dank ging an Schulsozialarbeiterin Heike Ziske, bei der die organisatorischen Fäden in guten Händen waren.

Beeindruckend war, wie unbefangen und wie aufgeschlossen die Jugendlichen die gestrigen Mitmachaktionen absolvierten. Am Stand von Frank Zimmermann vom CJD Insel Usedom-Zinnowitz etwa, der die jungen Leute in die Geheimnisse des korrekten Umgangs mit Kondomen einweihte, zeigte kaum jemand irgendwelche Berührungsängste. Geduldig erläuterte ihnen der Fachmann in Sachen HIV/Aids-Prävention, wie richtig verhütet wird und man sich so vor Krankheiten schützen kann. Tipps über allerlei weitere Verhütungsmittel hatten die Beraterinnen von Pro Familia parat. Im Anschluss lief der Film „Vierzehn – Erwachsen in drei Monaten“.

Tom Schröter

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