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Usedom Moderne OP-Methode erspart Kunstgelenk
Vorpommern Usedom Moderne OP-Methode erspart Kunstgelenk
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03:43 13.07.2013
Der stellvertretende Klinikchef Dr. Heiko Spank (l.) und Assistenzarzt Dr. Michael Brahtz bei einer Knie-OP. Quelle: Peter Binder
Greifswald

2500 Patienten werden pro Jahr in der Orthopädischen Klinik der Universitätsmedizin operiert. 600 davon sind Menschen, die ein neues Knie-, Hüft- oder Schultergelenk erhalten, weil ihre eigenen Gelenke so abgenutzt sind, dass ihre Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt ist. Doch die Zeiten, da alle sofort und auf der Stelle eine neue Endoprothese — also ein komplett neues künstliches Gelenk — bekommen, sind definitiv vorbei.

„Heute legen wir allergrößten Wert auf Prävention, um den Komplettersatz des beschädigten Gelenkes zu vermeiden“, betont Dr. Heiko Spank, stellvertretender Direktor der Klinik für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Im Falle von Knie, Schulter und Hüfte bedeutet das Knorpelersatz sowie die Bänder- und Meniskusrekonstruktion. „Ein künstliches Gelenk hält in der Regel 15 Jahre. Dann wird wieder eine große Operation fällig. Bei eigenen rekonstruierten Gelenken ist das nicht der Fall“, sagt auch Prof. Harry Merk, Direktor der Klinik für Orthopädie. Die Betroffenen seien nach den zumeist minimalinvasiv durchgeführten Eingriffen sehr viel schneller wieder auf den Beinen und nach wenigen Tagen voll bewegungsfähig.

Um vielen Patienten mit minimalinvasiven Operationen helfen zu können, wurde in Greifswald im vergangenen Jahr eigens ein Knorpel- und Arthrosetherapiezentrum gegründet. Vor wenigen Wochen erst fand ein internationales Symposium mit 60 Teilnehmern zum Knorpelerhalt in Greifswald statt. Im kommenden Jahr wollen die Spezialisten wieder am Ryck beraten. „Unsere medizinischen Leistungen sind bundesweit anerkannt“, meint Spank. Gerade erst habe das Krankenhaus Herne in Nordrhein-Westfalen wegen einer Zusammenarbeit mit dem Greifswalder Knorpelzentrum angefragt.

Wer dennoch nicht um den kompletten Ersatz eines Gelenks herumkomme, ist auch da bei den Greifswalder Medizinern in besten Händen: Seit einer Woche nimmt die Orthopädie am deutschen Endoprothesenregister teil. Dahinter verbirgt sich eine Datenbank, in der Ärzte und Schwestern die Daten jedes Patienten aufnehmen, der ein künstliches Gelenk bekommen hat. „Diese Datenbank ist ein Segen, weil wir damit erfassen, mit welcher Endoprothese es Schwierigkeiten gibt, zum Beispiel, ob Entzündungen entstehen. Auftretende Probleme lassen sich so leichter lösen und im Notfall verzichten wir auch auf einen bestimmten Anbieter“, erläutert der Oberarzt.

Außerdem sei dieses deutschlandweite Verzeichnis eine wichtige Form der Qualitätssicherung. „Die Zugehörigkeit zum Register ist Voraussetzung für die Zertifizierung als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“, sagt Spank. Greifswald strebt diese Zertifizierung Ende dieses Jahres an. In der ganzen Bundesrepublik gibt es bereits etwa 40 Spezialkliniken, die diese Anerkennung besitzen.

Orthopädie
2500 Patienten werden jedes Jahr in der Klinik für Orthopädie der Universitätsmedizin Greifswald operiert.

600 Menschen jährlich von den Greifswalder Medizinern ein neues künstliches Gelenk fürs Knie, die Hüfte oder die Schulter.

Heute legen wir größten Wert auf Prävention, um den Komplettersatz des Gelenkes zu vermeiden.“Dr. Heiko Spank, Oberarzt der Klinik für Orthopädie

Cornelia Meerkatz

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