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Usedom Neues Zuhause für Braunbär Hannes
Vorpommern Usedom Neues Zuhause für Braunbär Hannes
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00:00 03.04.2014
Der Publikumsliebling im Wolgaster Tierpark, Braunbär Hannes, lebt seit drei Tagen im Bärenwald Müritz. Die schlechten Haltungsbedingungen hatten zu einer dauerhaften Erkrankung geführt. Quelle: Tilo Wallrodt
Wolgast

Hannes ist Geschichte. Der bei allen Besuchern des Tierparks beliebte Braunbär Hannes lebt nicht mehr in Wolgast. Sein neues Zuhause ist seit 31. März der Bärenwald Müritz.

„Die Entscheidung, Hannes dorthin zu geben, ist uns nicht leicht gefallen, aber sie musste sein“, sagt Rainer Jarling, Leiter des Wolgaster Tierparks. Grund für die Umsiedlung des 24 Jahre alten Tieres war eine Erkrankung der oberen Atemwege. „Wir haben Hannes im zurückliegenden Jahr mehrfach untersuchen und behandeln lassen und wurden dabei auch von etlichen Sponsoren unterstützt. Aber gebracht hat es leider nichts“, berichtet Andreas Pantermehl, Vorsitzender der Tierparkvereins. Nach seinen Worten hatte Hannes einen dauerhaften Schnupfen. „Aus seiner Nase lief literweise Schnodder“, spricht Pantermehl Klartext. Daraufhin habe der Jarling Kontakt zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin aufgenommen, damit der Braunbär untersucht wird. Heraus kam, was die Tierparkleitung längst vermutet hatte: Die Erkrankung des Tieres hängt in großem Maße mit den unzeitgemäßen Haltungsbedingungen zusammen.

Hannes war im Wolgaster Tierpark in einem Anfang der 1960er Jahre gebauten Gehege untergebracht und musste nach Aussage des Vereinsvorsitzenden die meiste Zeit auf nassem Beton zubringen. „Wir konnten nicht mehr tatenlos zusehen“, betont Pantermehl. Da dem Tierpark aber gegenwärtig die finanziellen Mittel fehlen, um ein neues artgerechtes Gehege für den Braunbären zu bauen, wurde im Interesse des Tieres die Umsiedlung in den Bärenwald entschieden. Die Kosten für den Transport des Bären zur Untersuchung nach Berlin und anschließend zum Bärenwald Müritz übernimmt der Tierschutzverein Vier Pfoten mit dem Bärenwald.

Die Tierparkmitarbeiter in Wolgast werden genau wie die Besucher der Freizeiteinrichtung eine Weile brauchen, bis sie Hannes‘ Wegzug verarbeitet haben. „Aber es war im Interesse des Tieres die richtige Entscheidung. Jetzt wird er artgerecht gehalten und hat hoffentlich noch viele gute Jahre vor sich“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Sein Wolgaster Gehege bleibt zunächst leer. „Wir wollen den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen gewähren und zeigen, dass Hannes von den Tierpflegern liebevoll betreut wurde, aber die Unterbringung schlecht war“, so Pantermehl. Er versichert, dass es in einigen Jahren wieder einen Bären im Wolgaster Tierpark geben soll, aber erst, wenn die räumlichen Voraussetzungen geschaffen wurden, das Tier artgerecht zu halten.



Cornelia Meerkatz

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