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Usedom Nudeln mit Tomatensoße sind der Renner
Vorpommern Usedom Nudeln mit Tomatensoße sind der Renner
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03:42 04.09.2013
Ein eingespieltes Küchenteam: Yves Goltze, Nico Friszewski, Jan Schumacher und Pascal Karsch (v.l.) bereiten in der Hufeland-Kantine seit dem frühen Morgen unter anderem Königsberger Klopse zu. Fotos (3): Tom Schröter

Der Arbeitstag beginnt früh in der Wolgaster Hufeland- Kantine. 70 Kilogramm Gehacktes zum Beispiel wollen erst einmal gewürzt und zu handlichen Klopsen verarbeitet sein. Im Kombidämpfer garen bald Kartoffeln und knackiges Gemüse. Die sechsköpfige Küchencrew hat gut zu tun. Die Arbeit geht ihr flink von der Hand. Das muss sie auch. Schließlich warten täglich bis zu 800 Kita-Kinder, Schüler und sonstige Kunden auf ein Mittagessen aus der Küche an der Hufelandstraße.

„Mit 100 Essen haben wir nach der Eröffnung Anfang 2012 angefangen“, berichtet Yves Goltze, der zusammen mit Jan Schumacher die Kantine betreibt. „Es hat sich herumgesprochen, dass wir wohl ganz gut kochen.“ Bald belieferten die Köche die Grundschule und die Kita in Kröslin. Es folgten die Wolgaster Kitas Larus Ridibundus und Lütt Matten und seit August werden auch Wolgaster Grund- und Regionalschüler von hier aus beköstigt.

„Das war eine große Umstellung für uns und wir haben einige Tage gebraucht, um uns einzuspielen“, sagt Yves Goltze. Portionen, Essenzeiten, Abrechnung — alles sei korrekt zu bemessen und zu koordinieren. Dass die Eltern das Essengeld nun direkt an den Anbieter überweisen müssen, ist gleichsam gewöhnungsbedürftig. Die vergrößerte Kundenschar erforderte auch Investitionen. Zwei große Kippradpfannen wurden angeschafft; die Schulen erhielten Warmhaltetechnik und im November hält auch in der Kantine eine zusätzliche Warmhaltestrecke Einzug.

Die Arbeit in der Küche macht der Crew sichtlich Spaß. „Was ich für mein Leben gern mache, sind Soßen. Die müssen bei mir auf den Punkt stimmen“, sagt Yves Goltze. „Und ich bereite zum Beispiel gern die Desserts zu“, ergänzt sein Kompagnon Jan Schumacher. Täglich stehen drei Menüs auf dem Speiseplan, wobei darauf geachtet werde, dass sich die Angebote sechs Wochen lang nicht wiederholen. „Der Renner sind Nudeln und Tomatensoße mit Jägerschnitzel oder Wurstgulasch. Aber auch Milchreis, Hefeklöße und Schweinebraten mit Rotkohl gehen immer gut“, berichtet Yves Goltze. Bei den bis zu 200 Kunden, die sich täglich in der Kantine stärken, stünden Hamburger Schnitzel, Steak au four und Kartoffelsalat mit Bulette ganz oben auf der Beliebtheitsskala.

Die Zutaten kämen von den Großhändlern Schaper und Hermann und vom Karlshagener Fruchtservice. „Wir sparen, wenn wir das Essen frisch zubereiten. Cordon blue zum Beispiel können wir, im Vergleich zum Kauf von Fertigprodukten, selber sehr viel billiger herstellen und es schmeckt auch besser“, erzählt Yves Goltze.

Um kurz nach 10 Uhr wird es plötzlich hektischer in der Hufeland-Kantine. Kerstin Sellentin hilft beim Zusammenstellen der einzelnen Lieferposten. In Thermophoren gelangt das Mittagessen, das bei der Ausgabe noch mindestens 68 Grad Celsius heiß sein muss, zu den Empfängern. Jan Schumacher belädt den Transporter, mit dem er die einzelnen Stationen nacheinander abfahren wird. Pascal Karsch hilft ihm dabei. Und schon bald steht er an der Essenausgabe in der Wolgaster Heberleinschule, um 80 bis 90 Portionen an hungrige Schüler auszureichen.

Yves Goltze ist der, der die Rezepturen verfeinert und auf dessen Geschmackssinn sich die Crew verlässt. „So wie meine Oma kocht, so koche ich auch“, sagt er. „Und meine Oma kann lecker kochen.“

So wie meine Oma kocht, so ko-

che ich auch. Und meine Oma kann lecker kochen.“Yves Goltze

Tom Schröter

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