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Usedom Peeneland: Weizen und Roggen sehr gut!
Vorpommern Usedom Peeneland: Weizen und Roggen sehr gut!
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04:24 30.08.2013
In dieser Woche bahnten sich die Mähdrescher des Hohendorfer Betriebes ihren Weg durch die letzten Getreidefelder. Quelle: privat
Hohendorf

Das Korn ist eingefahren, die Strohbergung läuft auf vollen Touren — Zeit für Bernard Kowolik, für die Hohendorfer Peeneland Agrar GmbH schon einmal eine Bilanz der Getreideernte 2013 zu ziehen. Und diese fällt in der Hauptsache positiv aus. „Die lange Frostperiode im Frühjahr konnten die Kulturen durch eine sich anschließende fast optimale Witterung wieder ausgleichen“, berichtet der Geschäftsführer.

Überdurchschnittliche Erträge verbuche Peeneland bei Weizen mit im Schnitt 7,5 bis 8 Tonnen pro Hektar. „Auch die Roggenernte ist mit 9 Tonnen je Hektar sehr gut“, freut sich der Landwirt. Beide Getreidearten hätten von den Niederschlägen im späten Frühjahr und dem folgenden sonnenreichen Sommer profitiert. Auf manchen Weizenschlägen seien sogar 9 Tonnen pro Hektar erzielt worden, weshalb es hier mit Blick auf den Eiweißgehalt schon zu Qualitätsabstrichen gekommen sei. Die Ergebnisse bei Raps und Wintergerste stuft Kowolik mit 3,5 bzw. 6,5 Tonnen pro Hektar als „normal“ ein. Auch bei Mais und Zuckerrüben erwarten die Peeneland-Mitarbeiter gute Erträge. „Leider leiden die Rüben im Augenblick ein bisschen an der Trockenheit. Daher haben wir kein Massenwachstum, dafür aber einen hohen Zuckergehalt“, prognostiziert der Hohendorfer.

Ihre Rüben liefert die Peeneland Agrar GmbH an die Anklamer Zuckerfabrik. Abnehmer der Getreideernte ist der ATR Landhandel, laut Firmenangaben einer der drei größten Getreideexporteure in Norddeutschland, der in unserer Region Standorte am Wolgaster Südhafen und in Waschow bei Lassan unterhält. Vom selben Unternehmen beziehen die Hohendorfer ihre Dünge-, Pflanzenschutzmittel und Saaten. Peeneland bewirtschaftet laut Kowolik auf dem Festlandgürtel südlich des Peenestroms über 3000 Hektar Fläche und zähle derzeit 45 Mitarbeiter. Die Beschäftigten der Milchviehanlagen in Zarnitz und Buggow seien dabei schon eingerechnet. „Zu tun haben wir das ganze Jahr hindurch“, sagt er. Kaum ist das Getreide vom Halm, sei das Bestellen der Rapsfelder schon wieder in vollem Gange.

„In dieser Woche wollen wir damit schon wieder fertig sein. Der erste Raps ist schon aufgelaufen und die kleinen Pflänzchen schon zu sehen.“

Was dem 56-jährigen Geschäftsführer Sorgen bereitet, sind die durch Wild verursachten Ertragsverluste. „Gerade im Bereich Pulow und Buggenhagen haben Rot- und Schwarzwild auf den Raps- und Roggenfeldern große Schäden angerichtet“, sagt er. Die Ernteausfälle betrügen bis zu 50 Prozent. „Wenn ein Hirschrudel durch einen Getreideschlag rast, sieht es hinterher so aus, als wäre ein Traktor hindurch gefahren.“ Zudem täten sich zunehmend Kraniche an jungem Mais und reifem Weizen gütlich.

Wie berichtet, will Peeneland bis 2015 in den Bau zweier weiterer Boxenlaufställe in der Milchviehanlage bei Zarnitz investieren. Etwa zwei Millionen Euro sollen laut Kowolik dort verbaut werden. In der Anlage stehen gegenwärtig 550 Kühe, die täglich etwa 18 000 Liter Milch geben. Der vorgesehene Umzug der Firmenverwaltung nach Zemitz sei verschoben worden.

Tom Schröter

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