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Petschaelis will im Sportbundstreit klagen

Anklam/Greifswald Petschaelis will im Sportbundstreit klagen

Ausschuss-Chefin Schwenke: „Das Gezerre schadet nur dem Sport“

Anklam/Greifswald. Die rund 13000 in Greifswald organisierten Sportler sollen auch künftig gute Bedingungen in der Hansestadt vorfinden. Das erklärt Mignon Schwenke (Die Linke), Vorsitzende des Ausschusses für Sport, Soziales und Jugend in der Greifswalder Bürgerschaft. Hintergrund ist der 4. Kreissporttag, an dem jüngst rund 100 Aktive und Funktionäre des Kreissportbundes in Anklam zusammen kamen. Die Beratung war geprägt von den seit Jahren andauernden internen Querelen des Vorstandes (die OZ berichtete). „Es ist offensichtlich so, dass das Tischtuch zwischen den handelnden Personen zerschnitten ist“, sagt Schwenke. Damit bezieht sie sich auf die Ablehnung aller Beschlussvorlagen, die dem Gremium aus Greifswald vorlagen.

Nach Schwenkes Worten sei es müßig darüber zu spekulieren, woran dieser Streit liege und wer Schuld daran habe. Das interne Gezerre, „das schon sehr ins Persönliche geht, schadet dem Sport“, betont sie. Viel wichtiger sei es jetzt, die Bedingungen für den Greifswalder Sport weiter zu verbessern. So soll möglichst schnell die Sportentwicklungskonzeption erarbeitet werden. Das Papier für 2017-2027 soll viele Fragen klären, darunter: Wie viele Sportstätten braucht die Stadt? Welche Vereine nutzen sie und zu welchen Zeiten? Wie viel Hallenzeit benötigt der Schulsport? Wichtig sei auch, die Sportförderrichtlinie fortzuschreiben. Zudem müsse nach Möglichkeiten gesucht werden, „wie wir in Greifswald weiter einen hauptamtlichen Ansprechpartner für die Vereine garantieren können.“

Petschaelis, Vorstandsmitglied im Kreissportbund und Vorsitzender des Stadtsportbundes Greifswald, kündigte zudem an, den schwelenden Streit nicht ad acta legen zu wollen. „Wir behalten uns weitere Schritte vor, bis hin zum Landesrechnungshof. Denn es kann nicht angehen, dass der Kreissportbund in den kommenden zehn Jahren 100 000 Euro für Miete ausgibt“, kritisiert er. Damit bezieht er sich auf die neue Geschäftsstelle des KSB, die zum 1. September in Anklam angemietet wurde. Es handelt sich dabei um 120 Quadratmeter, die von zunächst fünf hauptamtlichen Mitarbeiter genutzt werden soll.

Möglich, dass ihre Zahl in den nächsten Jahr, denn laut KSB sollen künftig bis zu vier Hauptamtliche in der Geschäftsstelle arbeiten. Nach Petschaelis‘ Aussage hätte es die Möglichkeit gegeben, in Greifswald eine weitaus kostengünstigere Variante zu finden. Die Entscheidung fiel für Anklam, da die Stadt relativ zentral im Landkreis liegt.

Von ph

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