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Reiseleiter steigen Peenemünder Kraftwerk aufs Dach

Der Reiseleiterclub Reiseleiter steigen Peenemünder Kraftwerk aufs Dach

Der herrliche Ausblick entschädigte die Mitglieder des Reiseleiterclubs Insel Usedom für die Mühen beim Aufstieg. Für seine Gäste erfuhr der Club viel Wissenswertes.

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Wollen immer mehr wissen: Reiseleiter gingen in Peenem�nde auf Info-Tour, um G�sten sp�ter interessante Geschichten zu erz�hlen.

Quelle: Angelika Gutsche

Der Reiseleiterclub. Ein Seeadler kreiste über dem ehemaligen Kernkraftwerk Lubmin. Die Insel Vilm und Rügens Küste bis nach Putbus zu sehen, war für die Mitglieder des Reiseleiterclubs Insel Usedom an einem der ersten Frühlingstage ein besonderes Erlebnis. Sie stiegen kürzlich dem Peenemünder Kraftwerk aufs Dach. Der Blick reichte von einem Standpunkt aus von der westlichen Insel Usedom von Peenemünde bis zum Streckelsberg.

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Wollen immer mehr wissen: Reiseleiter gingen in Peenem�nde auf Info-Tour, um G�sten sp�ter interessante Geschichten zu erz�hlen.

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Das Kraftwerk, selbst größtes technisches Denkmal in MV, war Mittelpunkt der Informationsveranstaltung. Es ist das einzige komplett erhaltene Bauwerk aus der Zeit der Peenemünder Versuchsanstalten.

Unter dem Thema „Gebaut für die Ewigkeit“ wurde es in den Jahren 2010 und 2011 für knapp vier Millionen Euro umfassend saniert. Die Reiseleiter begeisterte besonders, dass hier viele unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden.

Geschäftsführer Michael Gericke gab zu Beginn einen kurzen Abriss über die Entwicklung des Museums, dessen Gründung selbst inzwischen Geschichte ist. Er erläuterte die Strukturen des Betriebes, für den ein Aufsichtsrat mit hochkarätiger Besetzung die Verantwortung trägt. Die internationale Anerkennung des Museums zeigte sich jüngst in der Verleihung des höchsten Preises in der europäischen Denkmalpflege in der Kategorie I für die Restaurierung/Konservierung des Kraftwerks Peenemünde. Dieser „Oscar unter den Denkmalschutzpreisen“, wie Michael Gericke ihn nennt, wird im Juni bei einer Festveranstaltung in Athen verliehen.

Multimediastationen sind Bestandteil des Systems der verschiedenen Vermittlungsebenen. Zahlreiche „Schubladen“ in den einzelnen Ausstellungsvitrinen enthalten Faksimiles (Zeitungsausschnitte) von historischen Dokumenten, die besonders Geschichtsinteressierte ansprechen werden. Die zahlreichen elektronischen Medien wenden sich an junge Besucher, die eigenständig durch diese virtuelle Welt navigieren wollen. An jeder Vitrine gibt es eine Kinderstation, die den Kleinen in kindgemäßer Sprache die Geschichte des Kraftwerkes vermittelt. Alle Informationen gibt es dreisprachig — auf deutsch, englisch und polnisch. Ein Service für die zahlreichen ausländischen Gäste.

Selbst Gästeführer , die regelmäßig das Museum besuchen, konnten bei der Führung Neues entdecken. So zum Beispiel, dass selbst der Asbest, der auch schon über siebzig Jahre alt ist, unter Denkmalschutz steht. Bei den Plänen für die Kraftwerkssanierung saßen auch Naturschützer mit am Tisch, weil es spezielle Bereiche für Fledermäuse und Turmfalken gibt.

Zum Abschluss stieg die Gruppe dem Kraftwerk aufs Dach. Diesmal noch über Trappen. Vielleicht können sie schon im nächsten Jahr mit ihren Gästen in einem gläsernen Fahrstuhl herauffahren (die OZ berichtete). Die Finanzierung ist gesichert, nun erfolgt die internationale Ausschreibung und wahrscheinlich im Herbst die Montage. Wenn alle Hürden genommen sind, können in einem Jahr rund 1000 Gäste pro Tag diese besondere Aussicht von einer Plattform in dreißig Metern Höhe genießen.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Museum bewährt sich seit Jahren. Die Reiseleiter sind dankbar für aktuelle Informationen und das Museum schätzt wiederum die Kompetenz der regionalen Gästeführer.

Der Club
ist eine Vereinigung von Reiseleitern und Gästeführern der Insel Usedom und aus Wolgast, die sich in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern für die Qualität bei der Betreuung von Gästen einsetzen und sich dafür regelmäßig schulen. Vorsitzender ist Gerold Dobst.

Kontakt: reiseleiterclub-usedom@t-online.de; ☎ 03 83 78 / 47 02 94; Fax: 03 83 78 / 47 71 39

Elke Pupke

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