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Rückkehr in den Wolgaster Heimathafen

Wolgast Rückkehr in den Wolgaster Heimathafen

Zum Auftakt der Museumstage: Der Künstler Reinhard Meyer zeigt in der Kaffeemühle eine Retrospektive

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Brigitte Meyer hilft beim Aufbau der Ausstellung. Teil der Retrospektive ist auch dieses Bild, in dem Reinhard Meyer seine Erinnerungen an zwei Häuser der Wolgaster Holzhäuser-Gesellschaft verarbeitete.

Wolgast. „Heimathafen“ — treffender hätte Reinhard Meyer seine Personalausstellung in Wolgast kaum nennen können. Kehrt doch der Zinnowitzer Künstler nach über 50 Jahren zu seinen Wurzeln zurück. „1963 habe ich im Rahmen der Internationalen Ostseewoche erstmals im Museum Kaffeemühle an einer Ausstellung teilgenommen“, erzählt der gebürtige Wolgaster, der in diesem Jahr seinen 65. Geburtstag feiert. „Damals habe ich Zeichnungen präsentiert und als Anerkennung sogar eine Diplom- Urkunde erhalten.“

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Zum Auftakt der Museumstage: Der Künstler Reinhard Meyer zeigt in der Kaffeemühle eine Retrospektive

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Reinhard Meyers Freude an der Kunst wurde früh geweckt. Sein Vater Wilhelm Meyer war ein begabter Porträtzeichner und illustrierte die in den 1930-er Jahren in Wolgast erschienene Ortszeitung der KPD „Der Arbeitslose“ mit systemkritischen Karikaturen. Der Sohn trat in seine Fußstapfen und ist seit 1983 freiberuflich künstlerisch tätig. In der Musikband „Motiv“, die zu Veranstaltungen zum Beispiel in den Wolgaster „Vier Jahreszeiten“, im Zinnowitzer „Roten Oktober“ oder auf der Seebrücke in Ahlbeck aufspielte, agierte Reinhard Meyer als Schlagzeuger. Parallel dazu schuf er eine Vielzahl von Gemälden und Collagen, in denen er unterschiedliche Materialien verarbeitete.

Die Retrospektive im Wolgaster Museum, die ab Freitag zu sehen ist, enthält 32 vorwiegend großformatige Bilder, verschiedenartige Objekte und Collagen. „Gesellschaftliche Probleme, wie zum Beispiel das Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur, gehörten immer zu meinen bevorzugten Themen“, erzählt der Insulaner, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Brigitte seit 13 Jahren das Kunsthaus Zinnowitz betreibt. „Und ich bin seit jeher auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten.“ In dieser Hinsicht ist Reinhard Meyer Kreativität wahrlich nicht abzusprechen. Handgeschöpftes Papier, Knochen, Strandsand uvm. dienen ihm als Medien zur Umsetzung seiner Ideen. Briefcouverts, die ihn erreichen, wandern nicht achtlos in den Papierkorb, sondern bilden nunmehr die Grundlage für künstlerische Botschaften, die inzwischen ganze Kartons füllen. „Ich kann nur einen Bruchteil der Arbeiten ausstellen“, schlussfolgert Meyer, der die Malereien in Vitrinen zusammen mit „Erinnerungen im Essgeschirr“, einem „Medienwürfel“, einem Kunstbüchlein „Abenteuer Welt“ und verschiedenen Exponaten aus der jüngeren Historie präsentiert.

Reinhard Meyer hat seine Arbeiten auch bereits in Ausstellungen in Norwegen, Schweden, Holland, Dänemark und Russland gezeigt. Eröffnet wird die Personalausstellung in Wolgast am Karfreitag um 11 Uhr im Saal des Museums. Der Zinnowitzer Künstler bestreitet zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn Robert als Meyer-Familientrio „Jazzcasino“ ein Konzert, dessen Zuhörer sich auf virtuose Spielfreude, Leidenschaft und eine charismatische Stimme freuen dürfen. Eine Premiere für Wolgast ist das Spiel auf einem Theremin — einem elektronischen Musikinstrument, das ohne Berührung bedient und allein durch die elektrische Kapazität des menschlichen Körpers beeinflusst wird.

Wolgaster Museumstage 2016

Hier einige Auszüge aus dem Programm der 19. Wolgaster Museumstage, die diesmal unter dem Motto stehen: „Wissen zum Weitersagen“.

25. März , 11 bis 12 Uhr: Beginn der Museumstage mit der Eröffnung der Personalausstellung „Heimathafen“ von Reinhard Meyer aus Zinnowitz

7. April , 19.30 Uhr: Joachim Krüger referiert über „Karl XII. und Pommern“

9. April , 14 Uhr: Moderator Thomas Lenz spricht über das Thema „Kaum zu glauben — Wissen zum Weitersagen“

12. April , 19 Uhr: Dr. Birte Frenssen hält einen Vortrag „1806 — Runge und Friedrich zu Hause“; im Sommer vor 210 Jahren reisten Philipp Otto Runge und Caspar David Friedrich in ihre schwedisch-pommersche Heimat

14. April , 19.30 Uhr: Ralf Waschkau berichtet über: „Von den Pyrenäen ans ,Ende der Welt‘ — 1100 Kilometer auf dem Jakobsweg“

21. April , 19.30 Uhr: Pfarrer Lehnert klärt auf über die norddeutsche Backsteingotik

24. April , 13 Uhr: Runge-Skatturnier

Alle vorgenannten Veranstaltungen finden im Museum Kaffeemühle statt.

März/April , je nach Wetterlage: Umsetzung der Eisenbahndampffähre „Stralsund“ vom Museumshafen in den Stadthafen.

• www.museum.wolgast.de

Von Tom Schröter

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