Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Sanierer erobern Westfront von St. Petri
Vorpommern Usedom Sanierer erobern Westfront von St. Petri
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:17 13.09.2013
Sebastian Hirr (unten) und Vorarbeiter Mike Borth stellten in dieser Woche das Gerüst. Quelle: Tilo Wallrodt

Die Sanierungsarbeiten an der Wolgaster St. Petri-Kirche gehen weiter. Nachdem zuletzt die Schäden im Mauerwerk der äußeren Süd- und Ostwand und an den Pfeilern beseitigt wurden, wollen sich Fachleute nun der Westfront widmen. In dieser Woche versahen Mitarbeiter einer Gerüstbaufirma den unteren Gebäudeabschnitt mit einem Baugerüst. „Im Zusammenhang mit der Dachsanierung wurde der obere Teil der Westwand bereits in Ordnung gebracht. Nun ist der untere Bereich dran“, erklärt Pastor Jürgen Hanke.

Kaputte Steine sollen ausgewechselt und das Mauerwerk gegebenenfalls neu verfugt werden. Da sich der Arbeitsaufwand in Grenzen halte und ein günstiges Angebot für den Aufbau des Gerüstes vorgelegen habe, sei entschieden worden, diese Arbeiten noch im Herbst zu erledigen, so der Pastor.

Etwa 100 000 Euro — ein Zuschuss des Landes MV und Eigenmittel der Kirchengemeinde — stünden in diesem Jahr für Sanierungsarbeiten an der St. Petri-Kirche zur Verfügung. Im kommenden Jahr sei mit Mitteln in Höhe von rund 200 000 Euro zu rechnen, wenn sich auch der Bund wieder als Förderer des Denkmals von nationalem Rang engagiert.

Geplant sei 2014 die Sanierung der nördlichen Gebäudehülle. Insbesondere an der Nordkapelle sind größere Schäden sichtbar. Auch seien hier zu DDR-Zeiten eingesetzte Hartbrandsteine auszubauen und gegen geeigneteres Material auszutauschen. Die Nordkapelle bietet laut Hanke als liturgischer Raum ideale Bedingungen: „Die Kapelle hat eine sehr gute Akustik. In diesem Sommer haben wir dort regelmäßig zu unseren Mittagsandachten eingeladen.“

Auch die Restaurierung der etwa 1650 Bücher und Drucke umfassenden Kirchenbibliothek hat die St. Petri-Gemeinde weiter im Blick. Bekanntlich zieht die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung mit Sitz in Essen ein Engagement zum Erhalt der Bibliothek in Erwägung. Vor einem Start soll jedoch ein alternativer Zugang zur Bibliothek angelegt werden, die aktuell nur über einen engen Turm mit Wendeltreppe zu erreichen ist. Die bisher in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde erörterten Lösungsvarianten erwiesen sich als nicht konsensfähig. Die Vorschläge reichten vom Bau eines breiteren Treppenturmes neben der Kirche, über die Einrichtung einer Galerie bis hin zur Schaffung eines Eingangs im Kircheninnern. Letzteres stieß auf Bedenken, da die betreffende Bausubstanz zwischen der Südkapelle und der Westfront aus der Zeit um 1280 stammen und somit die älteste in St. Petri sein soll.

Der Austausch des Geläutes wird ebenfalls weiter vorbereitet. „Wir sammeln fleißig Geld für die Herstellung des Glockenstuhls“, berichtet der Pastor. Am Sonnabend z. B. werden um 17 Uhr sechs Shantychöre in St. Petri auftreten. Der Eintritt ist frei; um eine Kollekte wird gebeten. Der Erlös soll dem Glocken-Projekt zufließen.

Die Nordkapelle ist als liturgischer Raum ideal. Im Sommer haben wir dort regel- mäßig zu unseren Mittagsan- dachten eingeladen.“Jürgen Hanke, Pastor

Tom Schröter

Anke Caspar-Jürgens aus Klein Jasedow macht sich seit 50 Jahren für die Legalisierung der Heimbildung stark.

13.09.2013

90 Mitglieder bzw. Angehörige der Wohnungsgenossenschaft Wolgast (WGW) besuchten vor einigen Tagen die Landesgartenschau in Prenzlau.

13.09.2013

Uwe Zimmermann aus Wolgast gelang jetzt im Buddenhagener Wald ein ungewöhnlicher Fund: Beim Pilzesuchen entdeckte der Schiffbauer an einem Laubbaum einen Buchenstachelbart, ...

13.09.2013
Anzeige