Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Sanierungsstart mit böser Überraschung

Lassan Sanierungsstart mit böser Überraschung

Erhaltungsarbeiten an der Lassaner Wassermühle haben begonnen / Nordgiebel ist maroder als erwartet

Voriger Artikel
Nach acht Jahren: Abschied von der Vogelinsel
Nächster Artikel
Reizvolle Einladung an junge Reiter

Die Sanierungsarbeiten am Fachwerk der Lassaner Wassermühle sind dringend notwendig.

Quelle: Fotos: Tom Schröter

Lassan. Ein ungewohntes Bild bietet sich dem Gast zurzeit im Heimatmuseum Lassaner Mühle. Die Exponate und Schauvitrinen im Erd- und im ersten Obergeschoss sind, um sie vor Staub zu schützen, in Folie eingehüllt. Derzeit ist die Einrichtung für den Besucherverkehr gesperrt. Denn gestern übernahmen Bauleute an dem denkmalgeschützten Objekt die Regie. Bürgermeister Fred Gransow (CDU) ist froh, dass endlich mit der Sanierung der äußeren Hülle der alten, stadteigenen Wassermühle begonnen werden kann. „Unser Dank gilt Gudrun Langner von der Wirtschaftsförderung in Wolgast und ihrem Team sowie den Fördermittelgebern“, sagte Gransow unmittelbar vor dem Baubeginn.

OZ-Bild

Erhaltungsarbeiten an der Lassaner Wassermühle haben begonnen / Nordgiebel ist maroder als erwartet

Zur Bildergalerie

160000 Euro sollen in den kommenden Wochen in Lassan in den Erhalt des technischen Denkmals investiert werden, dessen Existenz seit dem 15. Jahrhundert belegt ist. „129600 Euro dieser Summe kommen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Der finanzielle Anteil der Gemeinde beträgt insgesamt 30400 Euro – mit Unterstützung des Vereins Interessengemeinschaft Heimatgeschichte Lassan“, rechnet Gudrun Langner von der Wolgaster Amtsverwaltung vor.

Laut Meinung der zuständigen Architektin, Cornelia Frankenstein, hat die als Fachwerk ausgeführte Bauhülle der Mühle eine Sanierung bitter nötig. Sie verweist auf schadhaftes Mauerwerk und morsches Holz an unterschiedlichen Stellen. Schädlinge und Niederschlagswasser haben der Bausubstanz in den vergangenen Jahrzehnten zugesetzt. „Wenn jetzt nicht gehandelt wird, würden bald einzelne Steine und irgendwann dann die Gefache aus der Wand fallen“, warnt die Architektin. Die Stäbe des Kiefernfachwerks seien gegebenenfalls durch neues Material zu ersetzen und die Gefache anschließend neu auszumauern. Während der bauliche Zustand der zum Bach gerichteten Ostwand weitgehend bekannt ist, war das Tragwerk des oberen Teiles der nördlichen Giebelwand bis gestern hinter einer Verschalung aus Lärchenholz verborgen. Hinter der Bretterwand erwartete den Holzschutzgutachter Helmut Metzner und den Zimmerei-Inhaber Matthias Hartig aus Christinenhof eine unliebsame Überraschung.

Insbesondere im Bereich der Fenster rieselte ihnen morsches Holz entgegen – ein unvorhergesehenes Problem tut sich da für die Stadt als Bauherrin auf.

Bestandteil des Sanierungsvorhabens ist auch die Erneuerung von insgesamt sieben Fenstern, wie Kai Höpfner vom zuständigen Handwerksbetrieb in Rubkow mitteilte. Demnach sollen zwei im Keller einst zugemauerte Nischen geöffnet und wieder mit Fenstern ausgestattet werden. Besuchern des Mühlenmuseums bietet sich so künftig eine Sichtachse vom Kellerraum, in dem sich noch verschiedene Technik für die Kraftübertragung befindet, und dem Mühlenbach. An der Außenwand ist vorgesehen, zwischen den beiden neuen Fenstern wieder ein Wasserrad zu platzieren, das zu Demonstrationszwecken mittels Pumpe und Gerinne mit Wasser beschickt und in Gang gesetzt werden kann, wie Cornelia Frankenstein erläutert. Alle Beteiligten hoffen, dass die Planung trotz der erwähnten notwendigen Zusatzarbeiten komplett in die Tat umgesetzt werden kann.

Tom Schröter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kalkhorst
Der 65-jährige Dirk Jacoby hat die Rettung des Schliemann-Pavillons angeschoben.

Für die Sanierung des Baus in Kalkhorst gibt es EU-Fördermittel / Gesamtkosten liegen wohl bei 70 000 Euro

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Anklam
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.