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Schalense von Außenwelt wie abgeschnitten

Schalense/Hohendorf Schalense von Außenwelt wie abgeschnitten

Der Wolgaster Ortsteil hat weder Geh- noch Radwegverbindung zu den Nachbarorten

Schalense/Hohendorf. Beim Thema Straßen und Wege geht es im Wolgaster Ortsteil Schalense hoch her. Dies wurde während der Sitzung der Ortsteilvertretung am Montagabend im Schalenser Jugendklub deutlich. Dass die Einwohner per Fahrrad oder zu Fuß nicht gefahrlos nach Wolgast oder Hohendorf gelangen können, war einer der Kritikpunkte. Zwar erntet der erst 2015 gebaute Radweg zwischen Wolgast-Süd und Hohendorf allgemeines Lob. Doch für die Schalenser, die etwa mit dem Rad nach Wolgast wollen, bedeutet die Nutzung dieser Trasse einen langen Umweg. Außerdem müssen sie, um nach Hohendorf zu gelangen, die vielbefahrene Bundesstraße 111 überqueren und ein Stück weit an der Chaussee entlang radeln, was Gefahren birgt.

Das Fahrrad- fahren oder Ge- hen auf der Bun- desstraße ist le- bensgefährlich.“Uwe Hein, Buddenhagen

Der Buddenhagener Uwe Hein warb am Montag dafür, weiter für einen Radwegbau parallel zur B 111 zu kämpfen. Der Wolgaster Abgeordnete Heiko Neubauer (Kompetenz für Wolgast) informierte, dass der 2018 an der Bundesstraße geplante Radwegbau aus Richtung Lühmannsdorf in Schalense enden solle. Damit, so meinte Hein, dürfe sich die Stadtvertretung nicht abfinden, sondern müsse stattdessen auf einen Weiterbau der Radlerpiste an der B 111 bis Wolgast dringen. Ansonsten bliebe Schalense in dieser Hinsicht weiter von der Außenwelt abgeschnitten. Denn: „Das Fahrradfahren oder Gehen auf der Bundesstraße ist lebensgefährlich“, so Hein. Ein weiteres Ziel müsse der Anschluss Schalenses an den Radweg am Hohendorfer Gewerbegebiet bleiben.

Für eine hitzige Debatte sorgte auch die Straße innerhalb Schalenses. Diese wurde erst vor kurzem im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens für insgesamt 430000 Euro ausgebaut und von der Landgesellschaft MV gefördert. Auf der neuen Asphaltstraße werde seither gerast, was zu Lasten der Sicherheit für die Kinder im Ort gehe. Mehrere Einwohner berichteten, dass sich insbesondere Fahrer gewerblicher Fahrzeuge nicht an das Tempolimit von 30 Stundenkilometern hielten. Für zusätzlichen Ärger sorgt der Umstand, dass die Straße unter anderem durch landwirtschaftlichen Verkehr oft stark verschmutzt werde, aber Anwohner vom städtischen Ordnungsamt aufgefordert worden seien, die Fahrbahn zu säubern.

Einwohner baten die Ortsteilvertreter zu prüfen, ob die Straße an geeigneten Stellen eingeengt werden könnte, um rasante Kraftfahrer auszubremsen. Vorsitzender Hans- Jörg Knuth warf ein, dass derartige Maßnahmen Kosten mit sich bringen. Zunächst müssten erst einmal die Kosten für den erfolgten Ausbau der Straße abgerechnet werden und die Anlieger ihre Ausbaubeiträge begleichen.

Den Vorschlag, die Gemeinde möge die Dorfstraße als verkehrsberuhigte Zone ausweisen, wies Knuth zurück: „In einem solchen Fall würde die Landgesellschaft ihre Fördermittel wohl wieder zurückfordern.“

Von Tom Schröter

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