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Schauspiel in der Heringsdorfer Kirche – 71 Jahre nach Kriegsende

Schauspiel in der Heringsdorfer Kirche – 71 Jahre nach Kriegsende

Theater Vorpommern gastierte mit dem Bühnenstück „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“

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Sorgte für nachdenkliche Gesichter: Der Schauspieler Felix Meusel (l.) bezog das Publikum in der Kirche in die Handlung mit ein.

Quelle: dp

Heringsdorf. Aus Anlass des Kriegsendes in Deutschland vor 71 Jahren hatte die evangelische Kirchengemeinde Heringsdorf-Bansin das Theater Vorpommern mit dem Bühnenstück „Krieg.

Stell dir vor, er wäre hier“ zu Gast. Der Schauspieler Felix Meusel und die Theaterpädagogin Rhea Fischer gastierten in der Heringsdorfer Kirche mit einem Stück, das sie bisher 66 Mal zumeist in Schulen spielten.

Das von der Landeszentrale für politische Bildung geförderte Ein-Personen-Schauspiel wird vom Theater Vorpommern noch bis zum Pfingstsonntag als Gastspiel in Schulen und kirchlichen Einrichtungen aufgeführt. Darin geht es um die Umkehrung der jetzigen Kriegs- und Flüchtlingssituation. Statt syrischer oder afghanischer Kriegsflüchtlinge, die in Deutschland um Asyl begehren, ist es im Theaterstück nach dem gleichnamigen Buch der dänischen Autorin Janne Teller ein 14-jähriger Deutscher, der hier vor einer faschistischen Diktatur flieht und nach großen Gefahren auf der Odyssee über das Mittelmeer in Ägypten in einem Flüchtlingslager landet.

Felix Meusel spielte den Protagonisten überzeugend und er bezog das Publikum mit ein. So entstand eine Gänsehautatmosphäre und das für uns Unvorstellbare wurde für einen Moment zu einer beklemmenden Wirklichkeit. Der Schauspieler zog die Betrachter tief in die Handlung hinein. Schnell wurde in der Diskussion der Bogen zur Flüchtlingssituation in Deutschland geschlagen. Es waren in der Kirche auch Flüchtlingshelfer aus Sachsen und Nordrhein-Westfalen anwesend, die betonten, dass die Langeweile im Flüchtlingslager, wie auch im Stück gespielt, ein großes Problem darstellt.

Die Theaterleute erfahren in den Gesprächen die ganze Bandbreite an Meinungen und Reaktionen. So kommen sowohl ablehnende Haltungen vor mit von den Erwachsenen übernommenen Vorurteilen, aber auch viel Empathie. dp

OZ

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