Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Sie war das Double von Chris Doerk
Vorpommern Usedom Sie war das Double von Chris Doerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:36 07.09.2013
Beim Dreh: Chris Doerk an der Kaikante des Freester Hafens.

Dieser Sommer war heiß. Ähnlich muss es vor 46 Jahren gewesen sein. Da drehte das DEFA-Filmstudio der DDR den Film „Heißer Sommer“, der seinerzeit mit über sechs Millionen Zuschauern als einer der erfolgreichsten Streifen aller Zeiten galt.

Ein Grund waren die Hauptdarsteller: Die Schlagerstars Frank Schöbel und Chris Doerk. Gedreht wurde damals auf der Insel Rügen, in Greifswald-Wieck sowie im Fischerdorf Freest, wo einige Nebenrollen mit Einheimischen besetzt wurden. „Der Freester Fischer Fritz Lüder hat die Filmcrew damals mit seinem Kutter auf den Bodden gefahren und auch Fischer Erich Mitzlaff aus Kröslin war beim Hantieren mit seinen Netzen zu sehen“, erinnert sich Rentner Jochen Herrmann, selbst jahrelang Fischer.

Seine Schwägerin Brigitte Lettow, damals 14 Jahre jung, spielte ebenfalls im Film mit. „Ich durfte Chris Doerk doubeln. Für sie übernahm ich die Filmszenen im Wasser, da Chris Doerk schwanger war“, erinnert sich die heute 60-Jährige. Viele kennen die gelernte Konditorin noch von „Gittis Eiscafe“, das sie 30 Jahre lang als Inhaberin betrieb.

Weil Brigitte damals noch nicht volljährig war, wurde sie von ihrer älteren Schwester Ingrid zum Filmset begleitet. „Die Dreharbeiten begannen wegen des weicheren Lichts bereits in den frühen Morgenstunden kurz nach 3 Uhr.“ Brigittes Schwimmszenen im Wasser wurden mehrmals gedreht. Am Ende musste sie zur Kaikante schwimmen. Für die Filmkamera war Brigitte dann für wenige Augenblicke nicht sichtbar und Chris Doerk kletterte im gleichen Badeanzug an dieser Stelle aus dem Hafenbecken.

„Natürlich war ich damals mächtig stolz auf diese Mini-Filmrolle und wurde von meinen Mitschülern darauf angesprochen“, erinnert sich Brigitte Lettow. Schließlich war sie nach dem Filmdreh um 50 Mark reicher und hatte für ihren Schulaufsatz nach den Sommerferien gleich das passende Thema.

Die Filmaufnahmen brachten für den Freester Hafen einen positiven Nebeneffekt. „Der erhielt an der Kaikante seine erste betonierte Fläche, denn die Filmleute brauchten für die Tanzszenen einen glatten Untergrund“, sagt Jochen Herrmann. Als der Film in den Kinos anlief — in Freest und Kröslin flimmerten die Projektoren damals in den Gaststätten „Waterkant“ und „Zur Eiche“ — schaute sich so ziemlich das ganze Dorf den Streifen an. Besonders gern Brigitte Lettow.

Ich übernahm die Filmszene im Wasser.“Brigitte Lettow, Freest

Peter Machule

Wer aus Richtung Voßberg ins Dorf hineinfährt, bekommt erst einmal einen Schreck.

07.09.2013

Christian Bartelt (36) aus Spantekow tritt am 22. September für die FDP bei der Bundestagswahl an.

07.09.2013

Erstmals mussten sich die Besten in Heringsdorf fürs Finale qualifizieren.

07.09.2013
Anzeige