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Stadt Usedom hat eine Pilgerstube

Pilgerten die Menschen Stadt Usedom hat eine Pilgerstube

Neues Angebot im ehemaligen Hotel „Norddeutscher Hof“ / Piratenbar und Ausstellungen sollen Gäste anlocken

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Christina Siebart aus Usedom lässt sich von Manuela Hilpert bedienen.

Quelle: Fotos: Ingrid Nadler

Pilgerten die Menschen. In Usedom gibt es neuerdings eine „Pilgerstube“. Eine Einkehrmöglichkeit für Vorbeiziehende oder Einheimische, die Lust auf eine Pause haben. Die Gegebenheiten sind ausgesprochen familienfreundlich. Eben so wie Inhaberin Manuela Hilpert, die ihr traditionsreiches Hotel „Norddeutscher Hof“ vor allem wegen der Familie umgewandelt hat. „Ich habe das Hotel 25 Jahre lang geführt und mich nun konsequent für die Familie entschieden. Meine Tochter Livia ist elf Jahre alt und soll nicht als Schlüsselkind aufwachsen. Deshalb habe ich die Hotelzimmer vermietet und im Restaurantbereich diese ,Pilgerstube' eingerichtet“, erklärt die mit Mann und Kind im Ortsteil Kölpin lebende Gastronomin.

OZ-Bild

Neues Angebot im ehemaligen Hotel „Norddeutscher Hof“ / Piratenbar und Ausstellungen sollen Gäste anlocken

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Es gibt eine kleine feine Speisekarte, auf der Kaffee und Kuchen, Käse und Wein und Fischgerichte angeboten werden. Die Chefin hat diesen hinteren kleinen Raum maritim eingerichtet und „Piratenbar“

genannt. So sind die Planken aus der Hafenkneipe, welche die Usedomerin zeitweise bewirtschaftet hat. Über dem Tresen heischt eine schwebende Nixe um Aufmerksamkeit. Die ist von dem Usedomer Künstler Karl Wichary. Wie auch viele andere im Rund ausgestellte große und kleine Skulpturen aus Holz und Stein.

Es war die Begegnung mit Karl Wichary, der seine Ausstellungsfläche in der ehemaligen Molkerei aufgegeben hat, die Manuela Hilpert auf eine zündende Idee gebracht hat: Hier könnten die verschiedensten regionalen Anbieter einen Platz finden.

Der „Norddeutsche Hof“, der seinen Namen übrigens behalten soll, liegt im Usedomer Zentrum und ist ideal geeignet, um Netzwerke zu knüpfen. Und so ist das Geschäftsmodell nach und nach gewachsen.

Die ersten Wochen machen der 47-jährigen Usedomerin, die einst Hotel- und Gaststättenwesen studiert hat, Mut. Immer wieder schauen Tagesbesucher und zunehmend auch Einheimische bei ihr rein. Sie hat konsequent familienfreundliche Öffnungszeiten, nämlich dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr.

Während sich die Kinder in einem für sie extra hergerichteten Bereich beschäftigen können, und die Väter vielleicht bei einem Glas Wein entspannen, können die Frauen nach Herzenslust in den Angeboten schnökern. Zum Beispiel aus der Glashütte Griebenow, vom Welziner Käser, von der Gutsbrennerei Zinzow, der Malerin Ruth Schmöker, der Lohnmosterei Konrad aus Postlow oder der Empfehlung einer Schneiderin. Für alle hält die Inhaberin der „Pilgerstube“ weitere Informationen und Visitenkarten bereit und bringt so manchen Touristen auf die Idee, die zum Teil versteckt im Hinterland liegenden Werkstätten aufzusuchen.

Schon jetzt kann man sagen, dass sich Manuela Hilperts kreative Pause für Usedom gelohnt hat, die seinerzeit wie Annelene Lühmann-Jesewski von der benachbarten „Spindönz“ am touristischen Leitbild der Kleinstadt mitgearbeitet hat. Für solche pfiffigen Geschäftideen ist in Usedom übrigens noch viel Platz.

Das Pilgern

in früheren Zeiten fast ausschließlich aus religiösen Motiven, so wird heute auch gepilgert, ohne einer bestimmten Religion anzugehören: einfach, um den Alltagsstress zu vergessen und den Kopf freizubekommen. Und trotzdem: Egal, ob man sich nur eine Auszeit gönnen möchte oder einen Schicksalsschlag verarbeiten will – der Pilgerweg bleibt immer auch ein spiritueller Weg.

Ingrid Nadler

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