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Stadt will Runge-Haus aufpeppen

Wolgast Stadt will Runge-Haus aufpeppen

Interaktionen und digitale Präsentationen sollen mehr Besucher in die Ausstellung locken

Wolgast. Nach Ansicht der Stadt Wolgast birgt das Thema Philipp Otto Runge noch reichlich mehr Potenzial für eine touristische Vermarktung der alten Herzogstadt.

Daher soll das stadteigene, in der Kronwiekstraße stehende Geburtshaus des weit über die Landesgrenzen von MV hinaus bekannten Malers und Mitbegründers der Romantik bis zur Haupturlaubssaison 2017 inhaltlich umgestaltet und renoviert werden.

„Museen arbeiten heute zunehmend mit digitalen Medien, um vor allem auch junges Publikum anzuziehen“, sagt Vizebürgermeisterin Gisela Kretschmer. „Wir wollen die im Haus befindliche Dauerausstellung komplett erneuern und in den vergangenen 20 Jahren neu gewonnene Forschungsergebnisse zum Leben und Schaffen Runges mit einfließen lassen.“ Museumsleiterin Dr. Barbara Roggow und der Künstler und Kunsttherapeut Jens Kuhle erarbeiteten hierzu eine neue Museumskonzeption, wobei ihnen Dr. Birte Frenssen vom Pommerschen Landesmuseum in Greifswald beratend zur Seite stehe.

Neben der bereits vor einigen Jahren überarbeiteten Software der virtuellen Farbenkugel Runges, sollen die Gäste des Hauses künftig weitere interaktive Möglichkeiten vorfinden, sich das künstlerisch-experimentelle Wirken des Wolgaster Malers zu erschließen. „Es wird es zum Beispiel darum gehen, mit Farben zu spielen, um zu erkennen, wie sich Bilder und deren Ausdruck bei unterschiedlicher Farbgebung verändern. Außerdem wollen wir Bilder Runges in einen Kontext zur modernen Malerei stellen und zeigen, welche Einflüsse sein Schaffen auf die Malerei in den nachfolgenden Kunstrichtungen hatte“, erläutert Gisela Kretschmer.

Parallel zur inhaltlichen Neugestaltung, soll auch die Bausubstanz eine Auffrischung erfahren. Wenn die Bilder und Tafeln abgehängt sind, um neu geordnet und beschriftet zu werden, würden alle Räume und Flure renoviert. Auch die äußere Fassade des im 18. Jahrhundert erbauten Hauses soll inklusive der Fenster und der Eingangstür überarbeitet werden, ohne am Farbkonzept zu rütteln. Um künftig auf ältere Besucher stärker Rücksicht zu nehmen, die nur mit Mühe die Treppe im Haus ersteigen können, würden die Exponate zum Leben Runges im Erdgeschoss konzentriert. „An der Treppe selbst können wir aus denkmalpflegerischen Gründen nichts ändern, denn sie gehört, ebenso wie Türen, Fußböden und Fenster zu den Originalteilen des Hauses“, verdeutlicht unsere Gesprächspartnerin.

Die Kosten für die malermäßigen Arbeiten werden auf bis zu 70000 Euro geschätzt; für die inhaltliche Umgestaltung sind 35000 Euro veranschlagt. Die Stadt habe Fördermittelanträge an das Bildungsministerium in Schwerin und an mehrere Stiftungen gerichtet. Zuschüsse seien von allen diesen potenziellen Unterstützern in Aussicht gestellt worden; die endgültigen Bescheide würden im Frühjahr erwartet. Die Arbeiten sollen bis zum 23. Juli 2017 – dem 240. Geburtstag Runges – umgesetzt sein.

Tom Schröter

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