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Usedom Stromnetz: E.on investiert in den Ausbau
Vorpommern Usedom Stromnetz: E.on investiert in den Ausbau
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11:02 11.04.2013
Im Weichbild des Kernkraftwerks baute E.on eine neue Hochspannungs-Schaltanlage. Quelle: jes

Der Stromversorger E.on edis hat mehr als sechs Millionen Euro investiert, um in der Region Greifswald-Wolgast erzeugten Ökostrom an die Verbrauchsschwerpunkte in Süd- und Westdeutschland abzuleiten.

In der Lubminer Heide errichtete das Unternehmen in den letzten sechs Monaten eine komplexe Hochspannungs-Schaltanlage und verlegte zudem mehr als 1600 Meter 110-Kilovolt-Kabel. Durch die neuen Komponenten sei das bestehende 110 KV-Netz von e.on mit einem Höchstspannungs-Leitungssystem der 50Hertz Transmission GmbH (Berlin) verbunden worden, über das der Ökostrom nun zu den Großabnehmern in Bayern und Nordrhein-Westfalen fließen könne, erläuterte Thomas Knübel, Abteilungsleiter für den Bau von Umspannwerken bei e.on.

E.on beabsichtige, weitere 12 solcher Netz-Verknüpfungspunkte in seinem Versorgungsgebiet aufzubauen, erklärte Unternehmenssprecher Michael Elsholtz. Das reicht von Fürstenwalde im Süden Berlins bis nach Rügen. Im Falle der Lubminer Heide dient der erfolgte Netzausbau nicht nur der Aufnahme und Abführung des in unserer Region erzeugten, jedoch nicht benötigten Ökostroms. Auch am Anlandepunkt der russischen Erdgastrasse in der Lubminer Heide erzeugte elektrische Energie wird so abtransportiert, da man sie am Standort nicht benötigt. Produziert wird dieser Strom in einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, mit der auch das durch die Ostseepipeline strömende Gas für den Weitertransport vorgewärmt wird.

Der Stromnetzausbau in der Lubminer Heide sei eine der umfangreichsten e.on-Investitionen der letzten Jahre, machte Firmensprecher Elsholtz gestern deutlich. Mit ihm folge das Unternehmen dem von der Bundesregierung beschworenen Ausbau des deutschen Stromnetzes. Im Dezember hatte Berlin weitere Maßnahmen beschlossen, um diesen zu beschleunigen. Kernstück ist ein Bundesbedarfsplan, der alle notwendigen Modernisierungsmaßnahmen der nächsten zehn Jahre enthält. Stimmen Bundestag und Bundesrat ihm zu, können die konkreten Planungen beginnen.

In Deutschland gebe es eine Diskrepanz zwischen den Standorten, an denen Ökostrom in Mengen erzeugt wird, und jenen, die ihn benötigen, meinte E.on-Abteilungsleiter Thomas Knübel gestern. Beide trennten mitunter viele Hundert Kilometer, was zu einem Verteilungsengpass zwischen Nord (Erzeugerregion) und Süd (Verbraucherregion) führe. Deshalb müsse das Übertragungsnetz als Elektrizitätsfernnetz (Höchstspannungsleitungen) ausgebaut werden. E.on, hieß es gestern, sei bereit, dafür weitere Millionen zu investieren.

Sven Jeske

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