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Usedom Sturm aus Nordost hielt Insel in Atem
Vorpommern Usedom Sturm aus Nordost hielt Insel in Atem
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01:15 30.05.2014
Der Sturm trug nicht nur in Ahlbeck Strandkörbe in die Ostsee. Quelle: Fotos: Henry Böhm(2), Tilo Wallrodt (1)

Strandkorbverleiher Ringo Paukewadt aus Ahlbeck hatte gestern keine Minute Zeit, sich auszuruhen. Der 40-Jährige musste arbeiten, Sturmschäden beseitigen. Einige seiner Strandkörbe hatte der starke Nordostwind in die Ostsee geschoben. Routiniert und per Muskelkraft schleppte er sie zusammen mit einem Kollegen wieder an Land. „Das kenn‘ ich schon. Zum Glück sind alle Körbe heil geblieben“, sagt Paukewadt. 30 seiner Strandsessel hatte er vorsichtshalber schon am Tag vor dem Sturm in Sicherheit gebracht.

Das Wetter hielt die Küste am Dienstag und Mittwoch in Atem: Laub und Äste auf den Straßen, Sandwehen auf den Promenaden der Kaiserbäder. Hohe Wellen schlugen über die Seebrücken, doch alle hielten den Naturgewalten stand. Mike Golon vom Eigenbetrieb der Kaiserbäder spricht von einer einzigen Bohle, die sich auf der Ahlbecker Brücke löste. „Nichts Nennenswertes also.“ Drei Kontrolleure suchten am Tag nach der stürmische Nacht die Strände nach Schäden ab. Ihr Fazit: Strandaufgänge sind zugeweht und müssen wieder frei gebuddelt werden. Ansonsten richtete der Sturm keine Schäden an.

Auch die niedrigste — zurzeit gesperrte — Seebrücke der Insel Usedom in Koserow behauptete sich im Sturm. Trotzdem spricht Kurdirektorin Nadine Specht von einem „Sturmchaos am Strand“, das nun beseitigt werden müsse. „Ein Bagger wird bestellt, der den Strand wieder begradigt. Zugänge werden frei gelegt, Laub aus dem Sand gesammelt und Strandkörbe aus dem Wasser geholt“, zählt sie auf.

Ärgerlich, immerhin seien die Aufräumarbeiten für die begonnene Urlaubssaison gerade abgeschlossen gewesen. „Nun fangen wir wieder von vorne an“, sagt Specht.

Nachtschichten liegen auch hinter Hafenmeister Andy Herzog aus Kröslin. Der 42-Jährige schritt in den vergangenen zwei Tagen und Nächten unermüdlich die Bootsstege der Fünf-Sterne-Marina ab. Er sah nach, ob alle 400 Boote fest vertäut sind und die Rümpfe nicht gegen die Kanten der Schwimmstege schlagen. „Bei dem Sturm rutschen sie oft in falsche Positionen. Auch die Segel von zwei Segelbooten rollten sich auf. Wir haben das schnell behoben“, sagt Herzog.

Ruhig war es bei den Männern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger (DGzRS) auf der Greifswalder Oie. Zwar wurde der Seenotkreuzer „Vormann Jantzen“ aufgrund des hohen Wasserstandes nach Sassnitz auf die Insel Rügen gebracht, doch Einsätze musste die Crew nicht fahren, berichtet Pressesprecher Ralf Baur.



Carolin Riemer

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