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Top-Bilanz: Fünf Jahre Jobcenter

Wolgast/Greifswald Top-Bilanz: Fünf Jahre Jobcenter

Geschäftsführer Kümmel: Immer weniger Kunden erfordern neue Wege in der Beratung

Wolgast/Greifswald. Wenn man als staatliche Institution mit hoher gesellschaftspolitischer Bedeutung seit fast fünf Jahren am Markt ist, sucht man Kriterien, das Geleistete zu bewerten. Nicht zuletzt, um den eigenen Mitarbeitern stets aufs Neue Motivation zu vermitteln. Für die Leitung des Job-Centers Vorpommern-Greifswald Nord – mit Sitz in Greifswald, Wolgast und Anklam – gibt es ein ziemlich aussagekräftiges Vergleichsmodell. Es misst die erreichten Integrationen in den Arbeitsmarkt und stellt dem knapp 300 Mitarbeiter zählenden Team um Geschäftsführer Marko Kümmel ein hervorragendes Zeugnis aus.

Unter vergleichbaren Einrichtungen wie etwa den Jobcentern im Elbe-Elster-Kreis, in Nordhausen, Wittenberg oder Sömmerda weist diese Statistik den Nordost-Vorpommern seit Januar 2017 durchgängig den ersten Platz in Gesamt-Deutschland zu. Verglichen mit allen Jobcentern in MV ist es absolut der zweite Rang. „Dass wir darauf stolz sind und unsere Mitarbeiter neue Kraft für den oft nicht leichten Job ziehen, liegt auf der Hand“, beschreibt Kümmel die daraus resultierende Situation. Obwohl – was als positives Indiz gewertet werden kann – das sogenannte Kundenpotenzial des Jobcenters immer weiter sinkt (und zwar in verschiedenen Kennziffern um 31 bis 45 % im Vergleich 2017 zu 2013), gelingt Jahr für Jahr eine bemerkenswert hohe Zahl von Integrationen in den Arbeitsmarkt.

„Von diesen Kennziffern her ist unübersehbar, dass sich die Wirtschaft in unserer Region zwischen Greifswald und Usedom gut entwickelt und wir die richtigen Hebel, Mittel und Methoden finden, Bedürftige zu vermitteln“, beschreibt Pressesprecherin Kerstin Herms die Arbeit des Jobcenters. Zugleich hat in den Unternehmen ein Umdenken eingesetzt. Fachpersonal ist Goldstaub. Die Zahl der Kundschaft ist seit der Gründung des Centers 2013 auf etwa 68 % des damaligen Volumens zurückgegangen – aus 13570 wurden nur noch 9815 Frauen und Männer. Das hat demografische Aspekte, aber liegt auch in der erfolgreichen Vermittlungsarbeit begründet.

Eine hohe Intensität der Begleitung und Beratung steht exemplarisch dafür, aber auch solche Eigenschaften wie Zuwendung und Aufmerksamkeit, denen die Bedürftigen ihrerseits zunehmend mit Mut, Hoffnung und ein klein wenig Risikobereitschaft begegnen.

Die Top-Bilanz des Jobcenters hat aber auch eine Kehrseite. Die Betroffenen nennen es hinter vorgehaltener Hand: „Der Erfolg frisst seine Kinder“. Danach reduziert sich die Höhe des Geldes, das der Bund überweist, nach der Zahl der Bedarfsgemeinschaften; und die sind stark rückläufig. Da tut selbst ein Schokoladenherz als Dankeschön eines Kunden gut.

Steffen Adler

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